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NAMIBIA

25.08.2008 – 21.09.2008

 

 

Montag 25. August 2008

 

Heute geht’s nach vier Jahren Pause, mit Ausnahme von Kairo wieder mal für fast vier Wochen nach Afrika und zwar in die deutsche Exkolonie Südwestafrika oder Namibia wie es heute genannt wird.

Ich war heute noch bis 11:45 Uhr arbeiten und war schon ein bisschen nervös. Habe dann noch beim Sobotka einen Graufilter gekauft (schon wieder ein Klumpert mehr J ) und bin vorher hinter einem Müllwagen im Stau gestanden, ist sich aber ausgegangen. Zuhause dann den Rest eingepackt. Mehrere Sachen nicht mehr gefunden, obwohl eingepackt aber nicht mehr gewusst wo. Um 13:45 Uhr wurde ich von Papa abgeholt und dann zur Susanne gedüst, die wir um 14:00 Uhr abholten. Drei Taschen und zwei Rucksäcke und mein neues 200/2,8 Objektive mit dabei J. Am Flughafen eingecheckt und durchgecheckt nach Windhoek mit Zwischenlandung in Frankfurt. Sitzplätze am Fenster haben auch geklappt, aber eigentlich wollte ich gute Plätze mit Beinfreiheit, aber das klappte ich glaube ich nicht. Bisschen Verwirrung da H und K Sitzplatz. Die Dame von der AUA am Info Stand versicherte uns das es zwei Plätze nebeneinander sind und I, J es nicht gibt. Die Fragen bezüglich Einreise nach Amerika versus Ausstellung des Passes, Visum und Gültigkeit (wir fliegen ja im Dezember nach Mexico über die USA) konnte sie uns nicht beantworten (sollte sie aber wissen) und wegen Einreise nach Mexico (Ablauf des Passes erst in 6 Monaten, muss sie aber nicht wissen). Na ja wie immer wennst Dich auf andere verlässt bist verlassen. Sind dann noch mit Mama und Papa, nach dem Susanne die Miles and More Karte angefordert hatte, auf einen Kaffee gegangen. Nach der obligaten Spritze gegen Thrombose sind wir dann zum Flieger. Mama weinte wieder mal. Um 17:35 Uhr sind wir dann mit der Lufthansa nach Frankfurt und sitzen jetzt beim Mäci und warten auf unseren Weiterflug nach Namibia mit der Air Namibia. Big Mac und ein Kit Kat habe ich gleich verputzt.

Weiter geht’s um 22:40 Uhr und ich bin schon auf morgen früh gespannt, was uns beim Auto noch so erwartet, denn im Internet wurde ja nicht gerade gut über Europcar gesprochen, wo wir einen 4WD Nissan 4 Cab gebucht haben, na man wird ja sehen. Wir sind pünktlich abgeflogen. Geschlafen habe ich fast durch aber nicht so besonders. Zeitverschiebung in Namibia 1 Stunde zurück. Nach 9 ½ Stunden Flug werden wir um 7:30 Uhr  Ortszeit landen.

 

Dienstag 26. August 2008

 

Sind überpünktlich um 7:30 gelandet. Einreise war ohne Problem, wir haben gleich im Stehen oder vielmehr beim Anstellen das Formular für die Einreise ausgefüllt. Wie immer wollten die bei der Passkontrolle wissen wo wir wohnen, wir haben dann Etosha Pan angegeben. Die erste Tasche von unseren dreien war schnell da, die anderen zwei ließen auf sich warten und bei Susanne ist ein Riemen abgerissen, jetzt sind wir auch darauf gekommen was fehlt und zwar, ihre Schlapfen.  Sind dann endlich raus und was nun beim Europcar Stand zwei Leute vor uns und weiter tun die beim Schalter auch nicht wirklich und dann drängt sich noch einer rein und das Chaos war perfekt. Wie immer dann Diskussionen mit der Tussi dort wegen den Gebühren. Es war laut Holiday Cars alles inkludiert. Zweiten Ersatzreifen bekomme ich aber der Treibstoffkanister, der vorbestellt war den kann sie nicht geben, zu gefährlich ihr Argument. Ich checkte das Auto gründlich, zwei Deutsche machten mich noch auf einen nassen Scheinwerfer aufmerksam. Das Auto hat erst 9.500 km oben, also noch ganz neu. Ich brauchte ziemlich lange für den Check und bis ich die Sachen beieinander hatte hat es auch gedauert. Susanne ging Geldwechseln (2mal einmal ohne Pass und das geht ja nicht) und da waren auch massenhaft an Leuten. Sind dann gegen 9 Uhr endlich weg von dort haben einen Typen vom Flughafen mitgenommen, weil wir den Weg zum Exit nicht fanden, haben ihm dann 20N$ (2 Eur) gegeben, doch viel aber wir hatten kein Kleingeld und das war das kleinste. Eine halbe Stunde später Richtung Windhoek (Flughafen ist ja ca. 40km von der Stadt entfernt) winkte uns gleich ein Polizist zum Straßenrand, statt 60 km/h bin ich 90km/h gefahren. Durch die Diskutiererei mit Susanne habe ich nix bemerkt. Kein Pardon vom Polizisten, aber er war korrekt hat nur Strafmandat geschrieben und zahlen müssen wir bei einer Polizeistation bevor wir ausreisen. Wir sind dann nach Windhoek trotz dem deppaten Navi das uns immer was anderes sagte. Sind dann in der Shoppingmal Gaskartuschen und Stecker für die Spannungsversorgung kaufen gegangen. Ein Versuch Cd´s zu finden, da ja unser Radio keinen wie angekündigten Kassettenradio hatte (hatte ja extra nachgefragt beim Buchen), wurden wir nicht fündig und so sind wir nach einem Großeinkauf beim Spar Richtung Okahandja, wo am Sonntag der Herero Tag stattgefunden hat und alle Damen und Herren in Traditionskleidung aufmarschierten. Nur leider heute war von dem nicht zu sehen. Wir haben dann einen netten Mann kennengelernt der bei der Friedenskirche putze und der ein Brot wollte, was wir im gaben. Wir schauten noch ein paar Gräber an und machten uns dann auf den Weg zum Watberg Plateau, alles andere machten wir nicht da wir keine Lust mehr hatten. In Okahandia wollten wir bei der Polizeistation die Strafen zahlen. Uns empfing gleich ein Beamter der sehr nach Alkohol roch, er erklärte uns im Gegenteil zu dem Polizisten in Windhoek dass wir die Strafe nicht hier zahlen können sondern im Postoffice. Am Watberg angekommen haben wir für den Campingplatz 17N$ berappt, das geht 8,50€ ist Ok. Hier haben wir nach unserer Chaosbeseitigung im Auto an einem Baum Abend gegessen oder vielmehr eingeschnitten. Die Sonne geht sehr früh unter, um 6 Uhr war es dunkel. Jetzt ist es 20:45 Uhr und ich werde dann duschen und ins Bett gehen.

 

Mittwoch 27. August 2008

 

Heute sind wir schon um ½ 6 aufgestanden. Um kurz nach 6 Uhr sind wir dann zur Wanderung auf das Plateau aufgebrochen. Vor lauter Fotozeug und Sonnencreme usw. einstecken, habe ich vergessen mir die Wanderschuhe anzuziehen. Wir haben ein paar Vögel gesehen und sind nach einer halben Stunde wandern am Plateau angekommen. Es war eine sehr schöne Wanderung über viele Steine ähnlich wie zum Wolfsbergarch in South Afrika. Wir waren bis zum Schluss ganz alleine unterwegs, dass war sehr schön. Wir haben oben ein paar Tiere gesehen, ähnlich wie ein Hase, es war aber eher so wie ein Hamster nur größer. Wir haben oben verzweifelt den Abstieg gesucht, weil es ja ein Rundweg sein sollte, haben aber nach mehreren Versuchen aufgegeben und sind am selben Weg wieder zurück ins Tal. Mit meinem neuen 2,8/200 Objektiv bin ich ganz zufrieden, im Tal haben wir dann ein paar kleine Tiere gesehen, wo wir auch nicht wussten was für Tiere das waren. Ich  und Susanne, auch mit einer neuen Kamera ausgerüstet machten einige Fotos von den Tieren.

Wir sind dann frühstücken gegangen. Für 180 N$ nicht billig aber was solls, mit Ham und Eggs usw. echt gut. Die Angestellte habe ich noch gefragt wegen traditionellen Hereos und die erzählte mir dass im National Park Office eine Dame in traditioneller Kleidung arbeite und sie hat dort angerufen, ich brauch mich dort nur melden. Wir haben dann das Zelt abgebaut und um 10 Uhr sind wir dann zur Rezeption. Der Typ von der Rezeption hat dann gleich zwei Damen gebracht und wollte 50 N$ pro Foto. Wir haben gesagt nur 20N$ und um 30 N$ haben wir es dann gemacht. Ein anderer Deutscher hat gesagt das ist zuviel und bekam kein Foto. Wir sind dann weiter nach Okakarara, wo einige traditionelle Damen mit Kleidung umherliefen. Wir stellten unser Auto ab und gingen ein wenig spazieren und einkaufen. Ein paar traditionelle Damen ließen sich Fotografieren und wir haben dann auch versucht unsere Strafe bei der Postoffice zu bezahlen, die schickte uns zum Native Office irgendwo zu bezahlen. Wir sind dann über eine Schotterstraße weiter nach Grootfontein. Vorher hat Susanne noch Schlapfen gekauft. Auf der Strecke einige Tiere mitten auf der Straße wie Schafe und Kühe. Einmal hatten wir sogar ein Pferd, welches von der Seite plötzlich auf die Straße lief, wir mussten ziemlich stark bremsen, aber es ist sich alles gut ausgegangen. Unser Navi funktioniert heute auch ganz gut, bin zufrieden. In Grootfontein sind wir dann Treibstoffkanister einkaufen gegangen und dann sind wir zum Hoba Meteroit weitergefahren, hier spinnte das Navi das erste Mal heute. 15N$ Eintritt, nett zum anschauen, haben aber dann heute den Baobab Baum gestrichen, weil es schon 16 Uhr war wie wir dort wegfuhren. „Rasten“ dann noch zum Lake Otijikoto, denn wir kurz vor 17 Uhr erreichten. Kurz durften wir noch rein, aber um 17 Uhr war dann Schluss. Also von türkiser Farbe die er haben soll, sahen wir beim See nichts. War nett aber nichts besonders, aber ein paar Straußen die im Gehege war waren ganz nett. Sind dann retour nach Tsumeb wo wir bei den Backpackers untergekommen sind, wird von einer Deutschen geführt. Wir haben unser Zelt dort aufgebaut, der Wagen und der Inhalt wird immer staubiger. Wir haben dann Linsen gekocht und sitzen jetzt ein bisserl herum und haben einen Deutschen kennengelernt, der jetzt zwei Monate schon hier ist und ab Herbst nach Südamerika will. Er ist 50 Jahre will nicht mehr zurück nach Deutschland und hat dort auch sein Haus verkauft. Sodale jetzt gehen ich dann Duschen und Bier trinken J

 

Donnerstag 28. August 2008

 

Heute gings schon zeitig los. Gestern hatten wir noch ein Bier und ich habe Mitten in der Nacht starkes Nasenbluten gehabt, daher war der Schlaf auch nicht besonders. Die Vermieterin gestern hat uns noch einige Geschichten über die Farbigen erzählt. Zumeist sind sie faul und am liebsten machen sie viele Kinder mit unterschiedlichen Frauen, umso mehr Kinder und Frauen umso besser und potenter. Arbeiten gehen hauptsächlich die Frauen. Viele Männer verlassen auch die Frauen nachdem sie Kinder gemacht haben. Die Männer haben häufig ein Alkoholproblem, wie überall ist der auch hier nicht so teuer.  Die Vermieterin ist Deutsche die vor drei Jahren ausgewandert ist und das Hostel übernommen hat. Sie war vor 6 Jahren schon mal dort und hat es vorher gekannt. 1991 war sie zum ersten mal in Afrika und konnte einfach nicht von dem Kontinent lassen, erst als ihr Sohn alt genug war ging sie hier her.

Wir sind dann gegen 6:00 Uhr weggefahren. Die Australierin, die ich gestern kennen gelernt habe und auch ein Belgier (welcher von meinen Fotos begeistert war) starteten schon vor uns. Tagwache war um ¼ 6 und bis alles fertig war verging die Zeit. Wir sind dann noch tanken gefahren und Reifendruckkontrollieren, weil der rechte Vorderreifen zu wenig Druck hatte. Alles in allem sind wir dann erst um 6:15 Uhr weggekommen.

In Etosha sind wir dann um ca. 7:15 Uhr angekommen, fast beim Eingangstor haben uns dann Giraffen und ein paar Antilopen empfangen. Da wir gestern gehört hatten, dass es momentan schwierig ist einen freien Campingplatz zu bekommen waren wir im Office von Namutoni gespannt was uns erwartet. Eigentlich wollte ich campen in Halali, beim Office sagte man uns aber alles aus aber in Namutoni gibt es einen freien Platz. Gut wir haben eingewilligt weil ich nicht diskutieren wollte. Sicher wäre am anderen Platz auch was frei gewesen, laut Aussage  von gestern wollen die ihre teuren Zimmer am Mann bringen und wenn alle stricke reißen sollten einfach wenn das Tor zu Halali schließt einfach sagen jetzt kann ich nicht mehr zurück ich muss hier bleiben dann geht das mit dem Campingplatz auch, zumindest so ähnlich hätten wir es laut gestriger Aussage machen sollen. Aber wir hatten ja einen Platz. Ziemlich teuer hier 500$ für drei Tage Eintritt (das geht ja noch), aber 800N$ der Campingplatz für zwei Nächte, schon sehr überteuert. Wir sind dann in die Fishers Plan und haben dann einiges an Tieren gesehen, wie Elefanten, Knus, Giraffen, Antilopen, Zebras, Coyoten usw. Sind dann zum Mittagessen auf den Campingplatz und haben dann gleich auch das Zelt aufgebaut. Nach dem Essen sind wir dann Richtung Halali gefahren und haben auch einige Tiere gesehen. Leider ist die Zeit ziemlich knapp geworden sodass wir hauchdünn bevor das Gate geschlossen hat (5:45 Uhr) ins Camp eingefahren, ich musst einige Geschwindigkeitslimits brechen J Jetzt werden wir noch Abendessen, Duschen und vielleicht auf ein Bier gehen. Morgen wollen wir wenn das Gate aufsperrt um 6:10 Uhr schon raus zu den Tieren.

 

Freitag 29. August 2008

 

Heute war schon um ½ 6 Uhr Tagwache und wir waren fast die ersten am Tor. Einlass in den Park war dann 10 nach 6 Uhr. Als erstes ist uns eine Hyäne über den Weg gelaufen, die habe ich bisher noch nicht gesehen. Einige Tiere hatte ich ja schon in Südafrika gesehen aber diese fehlte noch auf meiner Liste genauso wie die Cheatta oder Leopard oder der Gepard. Welcher jetzt genau von den zwei die Cheatta ist weiß ich nicht genau. Egal um es vorweg zu nehmen ich hatte die zwei heute auch nicht gesehen, ich hoffe aber noch weiterhin, dass es morgen klappt. Sonst sind wir quer durch den Park gedüst und haben Elefanten beim Baden und Fressen gesehen, Löwen die aber ein bißl zu weit weg waren trotz 400mm Objektiv. Eine Herde von Zebras, Antilopen und natürlich Giraffen und ja auch Knus kommen sehr oft vor. Wenn man die alle sieht fährt man das zehnte Mal vorbei, weil man sie eh schon kennt. Sonst ist im Park alles nicht asphaltiert und unser Kofferraum oder vielmehr Laderaum (Verbauter Pick-Up) wird Zunehmens staubiger und unsere Sachen drinnen auch. Wir sind sowieso schon staubig aber wie das nach 3,5 Wochen sein wird, ich denke ich freue mich dann wieder auf zuhause. Essen tun wir hauptsächlich geräucherte Würste und heute abends hat es Bohneneintopf gegeben, welcher mit der Gaskartusche gemacht wurde. Zwei Bier haben wir auch noch zu uns genommen und jetzt wird es gegen 21Uhr noch duschen und dann ab ins Bett. Was ich noch vergessen habe heute war der Sonnenuntergang besonders schön, mit Giraffen und direkt in der Sonnenkugel J

 

Samstag 30. August 2008

 

Heute sind wir wieder um ¼ 6 Uhr in der Früh auf. Es war ein sehr guter Tag. Haben uns schnell gewaschen und das Zelt abgebaut, es ist unser letzter Tag im Etosha Park, leider. Es war für uns ein totales Erlebnis. Kaum waren wir heute beim Tor, es war kurz nach 6 Uhr hatten sie heute schon das Tor aufgesperrt, obwohl es doch erst um ¼ 7 normalerweise aufsperrt. Raus aus dem Camp und hin zu einer Stelle die wir bevorzugten (Klein Okevi) Am Weg dort hin was sehen wir da ein Löwe mitten auf der Straße: Als er uns kommen sah ging er gleich in den Busch blieb aber gut sichtbar. Am Wasserloch war dann gar nix zu sehen. Wir sind dann weiter zu einem anderen, wo auch nix war und dann Richtung Halalei. Am Weg sahen wir noch ein paar Löwen und im Goas Wasserloch noch ein paar. Haben dann diverse Wasserlöcher noch abgeklappert in der Hoffnung doch noch einen Leopard, Cheattah oder ein Rhino zu sehen, leider haben wir diese nicht entdeckt, nur noch mal Löwen, dieses mal drei an der Zahl J. Wir sind dann gegen 1 Uhr Richtung Kamanjab aufgebrochen. Die Strecke führte uns auf Schotterstraßen, die immer wieder durch Tore verschlossen waren. Sind dann gegen 16 Uhr in Kamanjab angekommen, waren noch tanken, einkaufen und haben am Campingplatz, die Besitzer kennengelernt. Zwei Deutsche die schon in Pension sind und ihr Leben durch die Welt gereist sind, immer so 6-12 Monate unterwegs waren. Tolle Geschichten hat der erzählt, wo der schon überall war und jetzt haben sie sich quasi hier zur Ruhe gesetzt, weil sie sagen das Klima ist so toll. Wir werden jetzt noch Duschen gehen und dann werden wir in ein Restaurant was essen gehen, bevor wir ab morgen tief ins Kakauland fahren.

 

Sonntag 31. August 2008

 

Gestern waren wir noch essen. Wir hatten ein T-Bone Steak für 9 N$ aber das war ein Stück fast ein ganzer Teller voll mit Steak (ca. 500g), ein bißl flacksig aber sonst gut. Sind heute um kurz vor 6 Uhr aufgestanden und es hatte in der Nacht Frost. Auf unseren Zelt war das Eis drauf, buh war das kalt beim abbauen, da waren die Finger ganz ganz kalt. Vorher sind wir noch zum Sonnenaufgang auf einen kleinen Hügel am Campingplatz. War ganz nett. Nach Zeltabbauen haben wir uns so gegen 7 Uhr in Richtung Opuwo in Bewegung gesetzt. Zuerst über sehr viel Hügellandschaft, bergauf, bergab aber immer asphaltiert. Dann sind wir auf eine Schotterstraße eingebogen und sind den Holperweg ca, 60km entlang gefahren, hier sind einige Herero Dörfer sehr nett. Sind ein paar mal stehen geblieben, um ein paar Leute zu fotografieren. In Opuwo angekommen sind wir gleich zum Supermarkt um ein paar Lebensmittel einzukaufen, weil in den nächsten Tagen sind wir in einem sehr abgelegenen Teil von Namibia, keine Tankstellen und auch keine Lebensmittel. Am Parkplatz vom Supermarkt viele Kinder die herum betteln, sehr nervig und alle „Dollar“ und Fahrzeugservice, ja kleine Kinder. Leider hats im Supermarkt keine Salami gegeben, also haben wir nur Dosenfutter mitgenommen und 30Liter Wasser, falls wir eine Panne haben, sollten wir 5 Tage auskommen. Das Handy geht weiterhin ganz gut, schauen wir mal ob es anhält. Auf der Tankstelle haben wir uns die zwei 25 Liter Kanister mit Benzin vollfüllen lassen und auch hier bettelnde Kinder, aber auch eine Herero Verwandtschaft die ein Fest (Hochzeit) feierten. Das Fotografieren habe ich bleiben gelassen wegen der bettelnden Kinder. In Opuwo haben wir das erste Mal Himbas gesehen die hier Einkaufen gingen. Sind dann weiter nach Epupa Falls über eine Schotterstraße nicht im besonderen Zustand, haben mitten auf der Straße Mittag gegessen. Es kommen uns laufend Autos entgegen, im Gegensatz zu dem was man überall liest ist hier doch mehr Verkehr als angenommen, zumindest kommt alle 10-15 Minuten uns ein Auto entgegen. Auf der Straße hatte ein Auto eine Panne wir wollten helfen aber winkte nach dem wir nicht ganz verstanden wo sein Problem war, ab wir sollten weiter fahren, sie machen das schon. Sind dann in Okongwati zu einem Schaudorf der Himba. Wir haben Ihnen Mehl, Zucker, Augentropfen gegeben, sie wollten dann auch Geld und ein Leibchen und Tabak, wir hatten aber nur Zigaretten, mit denen gaben sie sich auch zufrieden, ja und sweets, die wir aber leider auch nicht hatten. Es kam dann auch ein Kerl her der uns Übersetzte, weil die Himbas sprachen kein Englisch. Sie ließen sich Fotografieren und die Kinder waren super süß, die freuten sich immer über die Fotos und stellten sich gleich hinter die Kamera im 10cm Abstand, nur wir wissen das wird eher nix J Wir sind dann weiter zu den Epupa Falls, wunderschön, Der Kuene umringt von Palmen in einer trockenen Landschaft, stürzt eine Kante hinunter, fast wie eine kleine Oase, auch hier ziemlich viele Himbas und einen Katzensprung von Angola entfernt, den der Kuene ist der Grenzflu0 zu Angola. Wir sind dann noch einen Berg hinaufgefahren (Schotterholperpiste) um das Nachmittagslicht das sicher hier am Besten ist zu genießen, Auch oben ein paar Himba Hütten aber keine Himbas, die waren im Tal. Gott sei Dank sonst hätten wir für die Auffahrt was bezahlt, weil die auch ganz Geld gierig sind.  Übernachten tun wir direkt bei den Fällen in einem Camp, mit Dusche und Klo im Freien, ist ganz witzig. Sind dann noch auf zwei Bier an die Bar und werden dann gleich schlafen gehen. Ich werde jetzt schauen gehen ob meine Sternen Fotos mit 1 ½ Stunden Belichtung was geworden sind. Angekommen sind wir hier bei den Fällen um 16 Uhr, später als gedacht, aber mit den ganzen Fotostops naja. Morgen geht’s eventuell noch zu einem Himbadorf und dann in Richtung Van Zyle Pass, wo wir dann entscheiden ob wir ihn fahren oder nicht, denn nach der gestrigen Unterhaltung bin ich wieder ganz heiß auf ihn, na ja schaumma mal.

 

 

 

Montag 1. September 2008

 

Wir sind heute um kurz vor 6 Uhr aufgestanden und haben uns den Sonnenaufgang bei den Epupa Wasserfällen angeschaut. War total toll, haben uns nachher auch ein tolles Frühstück geleistet 60N$ pro Peron mit Scrabbled Eier und Schinken und toast und endlich wieder mal einen Kaffee. Beim Frühstücken sind so kleine Tiere herumgelaufen, so ähnliches wie Fretchen, total süß denen beim Spielen zu zuschauen. Das Klo gehen und waschen war wieder ein totales Erlebnis, alles im Freien. Die schwarzen Kinder wollen von uns immer, dass wir sie mitnehmen im Auto, aber das ist so angeräumt da geht nix. Wir sind dann um 9 Uhr vom Camp aufgebrochen und haben die Himba Tour in ein Dorf gespritzt. Es ging in Richtung Van Zyle Pass. Die erste Strecke war im Prinzip die Selbe wie gestern einfach nur zurück bis Onkongwati. Dort sind wir bei der Polizeistation dann auf die Offroad Strecke eingebogen. Zuerst haben wir uns noch Zuckerl vom Shop dort besorgt, denn die Himbas wollen immer Süßes. Davor haben wir auf der Strecke noch ein paar Himbas getroffen, die sich für Mehl fotografieren ließen. Im Dorf haben wir uns ein paar mal verfahren, aber dank Navi haben wir die Strecke gefunden. Die Offroadstrecke war zu Anfangs nur leichtes Gelände, mit einer Flussdurchquerung, vorher brav mit einem Holzstück schauen wo die beste Durchfahrt und los gings. Auf der Strecke wieder viele Himbas, denen wir aber dieses Mal Zuckerl gaben und sie ließen sich wieder Fotografieren. Die Strecke wurde immer schlimmer über Geröll ging es einen Berg hinauf aber öfters eine Berg hinunter. Nur mit Susannes Hilfe habe ich unser Auto den Geröllberg hinunter und hinauf manövriert. Bei mir sind zeitweise die Nerven völlig blank gewesen, warum habe ich mir das angetan und morgen wartet noch der schwierige Teil der Van Zyle Pass selbst, 3 Stunde durch Geröll bergab, ich hoffe es geht alles gut. Den Reifendruck haben wir auf 2,3 bar reduziert, da vorher 3,5 bar drinnen war, obwohl wir beim Offroadkurs von 1,8 geredet haben, aber da sind wir von 2,2 bar Normaldruck ausgegangen (glaube ic zumindest) Über viele Sandpisten gings dann auch und einmal sind wir fast auf der Seite gelegen, weil irgendwie abgerutscht. Wir haben nachdem wir einige Himbadörfer passiert haben über das Plataue oben gegen ½ 6 Uhr dann endlich das Van Zyle Camp erreicht. Für 81/2 Stunden 150km war nicht wirklich viel. Am Camp hat uns dann ein Schwarzer empfangen der uns ganz nach hinten ins Camp bringen wollte, fern ab von der „Rezeption“, aber mit Dusche. Susanne war es dann doch zu steil und wir stehen jetzt bei der Rezeption und schlafen im Auto. Haben jetzt noch abendgegessen und sehr lange geredet und Sternderl geschaut und jetzt ist es 9 Uhr und wir gehen schlafen. Morgen wird es sehr anstrengen und ich hoffe das Beste.

 

Dienstag 02. September 2008

 

Heute war ein sehr anstrengender Tag. Wir sind jetzt leider mitten im Hartmann Valley bei den Dünen im Auto, weil wir den Campingplatz nicht mehr erreicht haben. Es war ein komplettes wir war und das Navi hatte einfach zu viele verschiedene Routen drauf. So jetzt mal zum Anfang wir sind um 6 Uhr aufgestanden und haben auf unseren natürlichen Campingplatz den Sonnenaufgang genossen und haben nachher neben dem Auto gefrühstückt. Der Kerl von gestern war sogar schon da, er wohnte nämlich in einem Dorf 5km entfernt. Wir haben uns dann um ½ 8 auf den Weg zum Van Zyle Pass gemacht, die berüchtigte Strecke aller Allradfahrer, so sagt man zu mindest. Für uns gab es kein zurück mehr, wir mussten da durch und da uns der Deutsche ein paar Tage zuvor erzählt hatte, dass er gar nicht so schlimm ist und die Leute sogar mit Anhänger herunterfahren, wollten wir es auch wagen. Nach der gestrigen Fahrt kanns ja fast nicht schlimmer sein. Der Pass hatte sicher 5 -6 Schlüsselstellen hat es am Pass gegeben, alles andere war im ersten oder zweiten oder sogar im dritten Gang mit der Untersetzung doch nicht so schwer zu bewältigen -> Voraussetzung man hat Susanne. Ohne sie hätte ich das nicht geschafft, sie wies unser Auto super den Berg hinunter. Viele Teile der Strecke lief sie zu Fuß vor und weißte mich wegen Aufsetzer und gegen Umkippen ein. Die Schlüsselstellen waren ein Hammer. Wie überall beschrieben, wenn ich in nicht selber gefahren wäre ich hätte nicht geglaubt das man da mit den Auto runterfahrt, aber mit Susanne war das möglich. Es waren derartige Auswaschungen und Geröll bzw. Felsen drinnen, das man beim Bergabfahren wahnsinnig aufpassen muss. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben. Manchmal ging es auch bergauf, aber fast immer bergab. Die Aussicht war ein Traum, nur leider kann man es wegen dem Fahren fast nicht genießen. Wir sind dann am Ende noch auf einen Aussichtspunkt rauf der die Weite des Marienflusses zeigte. Nach 3-3 1/2  Stunden sind wir ca. 10:30-11:00 Uhr unten angekommen. Uns haben dann gleich zwei Himbas auf Esel empfangen, auch auf der Strecke trifft man vereinzelt ein paar Himbas, auch kleine Kinder die ganz alleine herumlaufen, sweets, sweets. Unten am Pass haben wir uns dann wie jeder der den Pass bezwingt auf einen Stein verewigt. Nachher gings dann über ein Flussbett Richtung Marienflußtal, wo so komische Kreise in den Gräsern sind auf denen nix wächst, möglicherweise auf Grund von Meteoriten oder ähnliches, das weiß man nicht so genau. Wir sind dann nur ein paar km hinein gefahren haben dann eine Rast gemacht und Mittag gegessen (Salami). Wir haben dann so gegen ½ 1 entschieden umzudrehen und ins Hartmanns Valley zu fahren, wir kamen bei der roten Tonne vorbei die ein Wegweiser zum Hartmanns Valley und zum Marienflußtal darstellt. Ab dann war es nicht mehr so einfach den Weg genau zu finden, zu viele Strecken am Navi und auf meiner Landkarte war es nur eine. Wir sind dann teilweise im Sand in Flussbetten gefahren über Steine und dann wieder auf Sandwegen und vorbei an Himbadörfern. Umso näher wir den Hartmannstalvalley kamen umso verwirrender war es mit Navy, vor allem um den Weg zum Camp zu finden zu viele Routen einfach die eingetragen sind und die Fahrspuren waren teilweise auch gleich stark benutzt. Um 5 Uhr war es dann soweit ich musste Benzin nachfüllen, mit Trichter und Gott sei Dank hat alles geklappt, außer meine Hose die hat Benzin abbekommen und stinkt jetzt danach J Zu guter Letzt sind wir dann auf der Suche nach dem Camp auf einer Düne hängen geblieben nix ging mehr. Lenkung war nicht mehr zu bewegen und die Reifen alle Tief im Sand. Nur durch anschieben und Reifen ausbutteln.haben wir es geschafft uns sich von der Düne zu lösen. Ja und jetzt haben wir nach ergebnisloser Suche ca. 2km vorm Camp aufgegeben und unser Nachtquartier im Auto bezogen und werden morgen bei Sonnenaufgang die Expedition fortsetzen.

 

Mittwoch 03. September 2008

 

Heute war ein sehr komisch zu beschreibende Tag, vor allem haben wir fast den ganzen Tag im Sand verbracht, weiteres in Kürze. Wir sind nach unseren zweiten Tag im Auto um 6:00 Uhr aufgestanden und haben uns den Sonnenaufgang angeschaut. Die Sonne war durch den Dunst der aus der Skelettküste rüber kommt nur als Ball zu sehen. Die Berglandschaft bzw. Dünenlandschaft ist sehr schön hier. Wir machen uns nach der Morgentoilette in den Gräsern um ca. ¼ 8 zur Serra Cafema Camp auf. Mit Navi haben wir wieder einiges an Problemen und so kommt es dass wir auf einmal einen Berg herunter fahren dessen Spur aus tiefen Sand besteht, d.h wir sind teilweise auf einer Düne. Nach den gestrigen Stecken bleiben hatte ich keine Lust das heute noch mal zu erleben und wollte auf der Sandigen Spur umdrehen. Erster Fehler war ich reduzierte Geschwindigkeit und kam mit dem Fahrzeug zum stehen. Zweiter Fehler ich machte das alles auf einem lockeren Sanduntergrund und so passierte es wir blieben Stecken. Was machen wir, wir versuchen den Wagen auszubutteln und probierten es noch mal. Wir steckten dann noch mehr drinnen. Zwei Räder waren komplett im Sand eingegraben und noch dazu hängen wir in der Mitte auch Fest, d.h. Getriebe, Kardanwelle usw. Wir versuchten mit unserem Topf und den Campingteller das Auto freizubekommen. Unter dem Auto und neben dem Auto, unterm Auto liegen daneben liegend. Kaum hatten wir alles  frei, haben wir die Räder mit den Sträuchern die dort wachsen unterlegt. Nächster Versuch wir kommen gerade einen Meter und der Wagen buttelt sich wieder ein. So eine Scheiße. Ich hörte dann wieder wie kurz vorher auch Motorgeräusche und sah weit weg eine Gruppe von Fahrzeugen fahren. Wir hupten und winkten, einer drehte um und einer blieb stehen. Wir wussten nicht haben sie uns gesehen oder gehört? Also was solls wir buttelten weiter und ich sammelte Steine zum Unterlegen. In dem Zeitpunkt denkt man viel nach, vor allem warum fährt man alleine hier her und warum tut man sich das überhaupt an. Hoffentlich findet uns hier wer. Nach gut 3-31/2 Stunden butteln, kommen auf einmal ein paar Quadbikes auf uns zu, das war die Gruppe von vorher, sie hatten uns aber nicht gehört und kamen nur durch Zufall hier vorbei. Der Guide der Schweizer Gruppe versuchte gleich mit Vollgas das Fahrzeug raus zu bekommen, der Wagen buttelte sich noch mehr ein. Er ließ bei einem Reifen Luft ab, benutze den Wagenheber (was er erreichen wollte verstehe ich bis jetzt nicht) aber nichts half. Um 12 Uhr verabschiedete sich die Gruppe um den Landrover zu holen und uns hier rauszuziehen.

Wir waren ein wenig erleichtert und nun ist warten angesagt. Da wir bisher heute noch nichts gegessen hatten holten wir das nun aus und ruhten uns im Wagen aus. Die Zeit verging und langsam wurde ich wieder nervös, denn der Landrover ließ auf sich warten. Wir legten uns ein bisschen hin im Auto und warteten. Ich bin ab und zu aufgestanden und habe ein paar Fotos geschossen oder bin nach dem Landi schauen gegangen. Endlich nach fast 3 Stunden erschien der Land Rover um ¾ 3 mit zwei neuen Gesichtern. Den Leitern der Serra Lodge. Sie kamen mit Lunch Paketen und Cokes und Wasser zu uns. Sie ließen bei unseren Reifen die Luft auf 1,2 bar ab und montierten ein Seil vor unseren Wagen und der Landi zog unseren Nissan wie nichts aus dem Sand. Der eine Leiter fuhr mit mir dann auch noch die Düne bergab und zeigte mir das man auch mit dem Nissan die Dünen fahren kann, aber eben Vollgas und nur dort umdrehen wo der Sand auch wirklich hart ist, nicht so wie ich. Wir folgten den beiden dann noch bis zu einer Sandhauptsraße und sie meinten es ist besser wir fahren nicht mehr mit zum Camp, weil das Reifen aufpumpen (wir hatten ja auf drei Reifen nur noch 1,2 bar und auf dem vierten nur noch 0,8 bar) bringt nichts weil beim Rückweg aus dem Camp müssen wir sie wieder ablassen. Der Guide beschrieb uns noch den Weg nach draußen und dann verabschiedete er sich von uns drückte uns das Essen und Getränke in die Hand und wollte auf die Frage was er bekommt kein Geld annehmen und sagte das ist Service auf die Art und gute Reise, fahrt langsam und achtet auf Spitze Steine. Als Dankeschön möchte er nur, dass wir Fotos im schicken. Wir mussten jetzt nur die Straße gerade raus aus dem Tal nehmen, nicht von der wir her gekommen sind aber die war viel besser zwar sandig aber wir sind zügig voran gekommen und haben dann fast noch über 100km geschafft. Im nachhinein ist man immer gescheiter und ich habe dann auch alle Reiseführer verstanden, denn wenn man den Weg ins Hartmanns Tal fährt den wir rausgekommen sind dann versperren einem auf einemal die Dünen den Weg und dann ist links davon ein wilder Campingplatz und das ist aber nicht das Serra Camp, denn das ist eigentlich nur über Flugsafaris zugängig, damit erspart man sich auch den Weg über die Dünen und kann auch nicht stecken bleiben. Wir haben es dann aber leider nicht nach Orupembe  geschafft und stoppten dann um ¾ 6 mitten auf der Strecke und schliefen zum dritten Mal hintereinander im Auto. Viel nach draußen gingen wir nicht, wegen der wilden Tiere. Wir gingen dann bald schlaffen und hofften endlich morgen die Zivilisation zu treffen.

 

Donnerstag 04. September 2008

 

Die Aufregung ist noch nicht ganz vorbei und uns erwartet heute wieder ein Tag mit Hindernissen. Wir sind um 6 Uhr aufgestanden alles voller Nebel, den die Skelettonküste ist nicht weit entfernt und die ist bekanntlich fast immer im Nebel. Nach der Morgentoilette und nach heftigen Schmerzen in den Gliedern, einerseits wegen dem Auto schlaffen, andererseits wegen dem Sandbutteln gestern gingen wir nach dem Frühstück um ½ 7 wieder auf Reisen. Um ca. ½ 8 erreichten wir dann Orupembe. Der Ort besteht aus einer Polizeistation und einem Shop die aber wieder rum 800m von einander entfernt liegen. Wir stoppten zuerst bei der Polizei weil wir glaubten der Shop ist hier. Der Polizist verwies uns auf den richtigen Shop und meinte der hat auch eine Pumpe, weil wir wegen Luft für die Reifen verlangten. Benzin gibt es keinen. Beim Shop angekommen gibt es nur Dosenfutter und auch keine Beruhigungszigaretten und auch kein Wasser, aber sie hatten eine handbetriebene Luftpumpe und gleich machten sich zwei Schwarze ans Werk. Wir ließen auf 1,8 bar aufpumpen, welches ich mit meinen Messgerät gemessen habe. Gestern und heute haben wir beim Fahren schon ganz schön gemerkt das wenig Luft drinnen war den wir schleiften manchmal am Boden. Gut weiter ging es und uns kam auch das erste Mal nach Tagen wieder ein Auto entgegen. In Purros fuhren wir beim Camp vorbei und dann wieder über eine sehr sandige Piste zu einem Shop (ich glaube ich habe jetzt ein Trauma vom Sand denn ich schimpfte mit Susanne weil sie zu langsam das GPS bediente). Dort kauften wir mal die Beruhigungszigaretten. Hier bemerkten wir erstmals, dass uns das vordere Nummernschild fehlt, ist irgendwo bei der holprigen Fahrt abhanden gekommen, suchen gehen wir aber jetzt nicht. Der Tank neigt sich dem letzten ¼ und nun habe ich berechtigte Zweifel ob wir es nach Sessfontein noch schaffen werden, denn hier ist erst die nächste Tankstelle (80km noch hin). Es ging wieder über diverse Flussbetten abseits des GPS dann wieder auf der Route des GPS (die Karte stimmte auch nicht mehr ganz mit der Straße überein) und der Benzin wurde immer weniger. 40km vor Seesfontein leuchtete das Lamperl für den Benzin auf, scheiße ob sich das ausgeht. Am Wegesrand ein paar Affen, Giraffen und Antilopen, aber keine Wüstenelefanten, aber ob ich die gesehen hätte, ich schaute nämlich immer auf die Tankuhr. Kurz fertig erzählt mit den letzten ca. 2 Litern haben wir es um ca. 12 Ur bis Sessfontain geschafft. Ich wollte es mir nicht ausdenken was passiert wäre wenn nicht. Und Glück gehabt, denn wir wollten ja auch ins Marienflußtal, aber Susanne wollte nicht und gut war es, denn für das hätte der Tank nicht gereicht. Nach dem gestrigen Stress mit der Düne heute noch das, das Abenteuer hat ein Ende, genug davon! Überglücklich endlich wieder auf Menschen zu treffen und das wir es doch bis hierher schafften musste ich gleich den Tankwart fotografieren, der von den Tankwegen erzählte die die Autos die irgendwo stehen bleiben wieder auf tanken. Wir sind dann gleich in das Fort dort auf einen Cafe gegangen um uns wieder zu beruhigen und uns endlich zu entspannen.  Um 14 Uhr sind wir dann weiter zu den Ongongo Falls über eine holprige Strecke, der Wagen wenn man das Lenkrad einschlägt und er über eine Wölbung fährt quietscht sehr arg, ich glaube die Stoßdämpfer sind schon ein bisserl ramponiert. Die Falls waren sehr schön und wir sind dann noch weiter zur Khowarib Schlucht, Susanne blieb im Auto ich bin kurz zur Schlucht. Man kann leider nicht ganz rein außer man durchquert das Wasser, zu dem ich keine Lust mehr hatte: Der Guide wollte 10N$ für den Besuch und dann auch noch eine Spende für den Fußballclub. Das wollt der Polizist in Orupembe auch haben aber nur für etwas anderes. Wir winkten ab so geht das nicht (beim Polizisten hatten wir noch 10 N$ hergegeben, blöd wie wir sind). Wir sind dann in Richtung Palmweg Lodge weitergefahren und haben unterwegs noch ein paar Kudo gesehen. In der Palmweg Longe angekommen haben wir morgen eine Halbtagestour zu den Wüstenelefanten gebucht und haben hier mal gescheit Abend gegessen. Und das Beste wir haben nach 4 Tagen endlich frisches Gewand und endlich eine Dusche gehabt, herrlich endlich wieder sauber bis auf meine Hose aber die wird nicht mehr sauber denn kaum nimmt man was aus dem Auto ist man wieder dreckig. So und nun ist es 10:00 Uhr und ich werde schlafen gehen. Ach noch was die einzelnen Himba Krale im Reiseführer fanden wir nicht bzw. waren die nicht typisch rund traditionell, nur wie wir Richtung Hartmanns Valley unterwegs waren, waren sie typisch nur da wollten wir ans Ziel.

 

 

 

Freitag 05. September 2008

 

Heute war wieder mal um 6 Uhr Tagwache. Susanne hat gestern noch Wäsche gewaschen die wir mittags trocken wieder abnehmen konnten. Wir sind dann um ½ 7 noch um 60N$ frühstücken gegangen und um 7 Uhr startete die halbtägige  Tour ins Damaraland. Alles was wir sahen waren Pflanzen, Zebras, Giraffen, Antilopen und ja auch zwei Löwen, aber nichts Neues seit dem Etosha Park. Keine Wüstenelefanten und keine Rhinos. Bei uns im Landi waren 4 Deutsche. Wir waren dann gegen ½ 12 wieder zurück im Camp. Auch bei der Tour die Leute die, die Gates aufmachen besoffen, also nach wie vor viele Besoffene Schwarze. Wir sind dann weiter Richtung Twyfelfontein um 12 Uhr nach dem wir das Zelt abgebaut hatten. Zuerst haben wir den versteinerten Wald gemacht, aber da nur die inoffizielle Variante dazu, denn die offizielle kam erst nachher und war uns auf Grund der Zeit irgendwie zu schade. Leicht zu unterscheiden: Offizielle Variante mit Druckbuchstaben beschriftete Schilder, inoffizielle Variante mit handgeschriebene Schilder. Das Office nahm dafür 20N$ pro Person, auch ganz heftig und Susanne kaufte sich auch einen schönen Stein. Weiter gings dann über eine Schotterstraße über Bergerl auf und Bergerl ab und auf der Talsohle ein Flussbett, wenn man zu schnell drüber fährt gleich mit den Wagen einen Satz macht, zum Vingerklipp. Kurz unterbrochen von einer asphaltierten Straße erreichten wir nach fast 100km vom petrified Wald den Finger, der durch Wind und Wetter entstanden ist. Hier 10 N$ Eintritt pro Person. Am Hinweg hatten wir mal so eine heftige Bodenwelle das mein Rucksack aufstieg und in der Mitte bei den vorderen Sitzen hängen blieb. Susanne die mal nicht angeschnallt war hat es gleich auf die Decke gehoben. Gott sei Dank aber nix passiert. Ich wanderte noch rauf zum Vingerklip, aber leider ohne Kamera, da ich mich von unten fotografieren wollte. Noch mal ging ich nicht rauf da der Weg sehr rutschig war. Die Aussicht war wunderbar und man sah auch einige Gesteinsformationen fast wie im Monument Valley in den USA. Wir machten uns dann auf den Rückweg über einen anderen Weg den wir gekommen sind, denn der soll laut Navi schneller sein. Bis nach Twyfelfontein schaffen wir es nicht mehr und so machten wir halt in Khorixas. Wir gingen wieder mal tanken, das Auto frist wie die Hölle und einkaufen (Bier und lauter unnötiges Zeug) und ein Typ hat uns dann noch ein paar Souvenirs, ähnlich wie eine Maroni mit unseren Namen angedreht um 10N$ kann man das schon nehmen, vor allem wenn er vorher 50N$ verlangt hatte. Wir fuhren dann am Campingplatz, machten uns mit den schon sehr in Mitleidenschaft gezogenen Gaskocher Spagetti mit Fleischbällchen. Auch die Stangen vom zelt verabschieden sich aber nach dem Urlaub muss ich glaube ich einiges nachkaufen. Sodale jetzt geht’s noch am planen für morgen und dann in die Heia.

 

Samstag 06. September 2008

 

Heute gings schon extrem zeitig los. Um ½ 6 Uhr war Tagwache und um 6:15 Uhr starteten wir den Boliden. Es ging nach Twyfelfontein, dass was wir gestern nicht mehr geschafft hatten. Die knapp 100km hatten wir um ¾ 7 Uhr geschafft und uns erwartete ein Parkplatzwächter der sagte der Führer kommt erst in 40 Minuten. Wir beschlossen vorher noch die Orgelpfeifen und den verbrannten Berg zu machen. Diese waren sehr interessant. Der verbrannte Berg ragte aus der Landschaft und sah wirklich so aus als hätte er gebrannt. Susanne merkte an wie bei einem Vulkankrater und da musste ich ihr recht geben. Wir sind dann um ½ 9 Uhr wieder zurück zu Twyfelfontein, wo uns der Wave Rock und Felszeichnungen mit Tieren erwartete. Die Touren dort sind fast alle mit Guide und ein Schwarzer namens Johannes führte uns durch den Park mit drei Engländern. Zuerst die große Tour von 45 Minuten und dann die kleine Tour zum Wave Rock in 30 Minuten alles gesamt 70N$ für zwei. Die Engländer waren sehr interessiert an den Vögel deswegen dauerte es immer ein bisschen und der eine interessierte sich für die Kamera und wir diskutierten über Upgrades auf das nächste Model und das man dann alles Zubehör neu kaufen muss. Wir waren dann um ½ 11 Uhr fertig mit der Tour und genehmigten uns mal ein Frühstück (Cabanossi). Dann noch zum Tanken auf die Country Lodge, sodass wir um 11:15 Uhr die Gegend verließen und uns in Richtung Skeleton NP bewegten. Der Weg dort hin auch nicht gerade kurz, beim Gate waren wir so ca. um 13:15 Uhr. Die Fahrt im Skeleton NP war im Gegensatz zu den Erzählungen von dem einen vielgereisten Deutschen sehr interessant. Schaut aus wie in Island, was mir hier an mehreren Stellen schon auffiel (die Ähnlichkeit) und sehr Vulkan mäßig, denn es ist viel schwarz und endlose Landschaft mit ab und zu ein paar Dünen und Sandhaufen. Wir waren dann auch bei zwei Schiffswracks, zumindest die zwei was wir fanden, denn sonst hat es keine Wege an die Küste gegeben. Viel war ja nicht mehr übrig aber bei dem einen konnte man noch erkennen, dass es sich um ein Schiff handelte. Oft hatte ich vorher gelesen, dass man kaum noch Teile findet. Beim Winston Wrack haben wir aber mitten auf der Strecke umgedreht da der Weg zu unsicher war, denn wir müssten durch Wasser fahren. Da unser Abenteuerdrang nach dem Dünenvorfall nicht mehr sehr groß ist drehten wir um. Das Tor mit dem Totenschädel, das die Grenze des Parks in südlicher Richtung darstellt passierten wir auch. Danach war dann eigentlich eher mehr Hektik angesagt, da wir die Seal Colony beim Cape Cross erreichen wollten und die sperrt um 17 Uhr. Die Straßen wurden immer wieder umgeleitet, da die alte Straße vom mehr eingenommen wurde. Wir schafften es dann doch und kamen um 16:45 Uhr beim Cape Cross an und hatten dann noch 30 Minuten laut Office Dame Zeit die Seelöwen anzuschauen (sie gab uns damit eine ¼ Stunde mehr). So ein Gestank und aber so viele Seelöwen auf einen Fleck, wirklich beeindruckend. Die Luft ist hier an der Küste sehr kalt und wir benötigen schon die Jacken seit frühem Nachmittag. Weiters ist sie sehr salzig und je mehr es zum Abend hin geht schaut es wie bei uns aus wenn es Winter ist. Nebelig und schirch. Wir sind dann noch weiter bis Hentiesbaai gefahren, weil uns der Campingplatz am ehesten zu sagte, denn die anderen waren noch mehr offener zum Meer. Angekommen sind wir hier um ¾ 6 Uhr gerade noch hell genug um das Zelt aufzubauen. Heute war ein Tag an dem wir sehr viel gefahren sind (über 500km), es ist saukalt, ich habe ein kurzes Leibchen an und zwei Jacken und in der Nacht werde ich mir auch noch einen Pullover anziehen, ich glaube es hat zwischen 10 und 15 Grad. Zum Essen gab es wieder gekochtes, aber wir werden wegen der Kälte ziemlich früh liegen gehen.

 

Sonntag 07. September 2008

 

Heute gings nach einer kalten Nacht um 6 Uhr aus dem Zelt. Wir sind dann um ¾ 7 Uhr zu einer Tankstelle tanken und haben uns ein Frühstück gegönnt. Weiter gings dann zu der Spitzkoppe mit Kugeln und Gebirgszügen und einer Naturbrücke. Am Zufahrtsweg mussten wir durch einen Zaun und prompt sind dort Steine, die für Susanne interessant sind. Sie hat gleich einige mitgenommen. Der Typ spricht auch Deutsch hatte aber nur einen Zahn im Mund und schnorrte sich gleich 6 Zigaretten von mir. Kurz vor der Spitzkoppe verreist sich Susanne das Kreuz und dann war damit die Naturbrücke und das Little Bushmansparadise mit Felszeichnungen für sie nicht mehr so interessant. Ich traf auch eine Deutsche und erkundigte mich über das Gebiet. Zum Bushmansparadise war Susanne dann wieder dabei. Hinauf gings über einen Steilenfelsanstieg der mit einer Kette gesichert ist, die man auch wirklich braucht. Hier geht es auch zu Felszeichnungen, nicht so tolle wie in Twyfelfontein aber OK. Wir sind dann Richtung Swakopmund über die Hauptroute die asphaltiert war und wieder eine Polizeikontrolle bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung aber diesmal war ich nicht zu schnellJ Über eintönige Wüstenlandschaft geht’s dann nach Swakopmund, dass mitten in der Wüste liegt. Eigentlich eine kleine Stadt, zumindest war heute Sonntag so der Eindruck. Ziemlich Deutsch und ziemlich Bund. Wir wollten zur Touristeninformation aber die hat obwohl es erst kurz vor 13 Uhr war schon zu, obwohl am Türschild bis 13 Uhr geöffnet stand. Was wir nachher erst erfuhren, heute ist die Umstellung der Zeit, die Uhren werden um eine Stunde nach vor gedreht und wir haben somit die selbe Zeit wie in Wien. Wir sind dann umhergelaufen, Susanne war stocksauer weil keine Geschäfte offen waren. Sind dann bei einem Markt vorbei, mit typischen Figuren, die sie bei uns auch verkaufen und dann in ein Cafe, auf ein Croissant und eine Schwarzwälderkirschtorte. Dann noch in ein Internetcafe und dann sind wir noch zum Supermarkt und noch zu eine paar Aussichtspunkte. Zum Abschluss waren wir noch beim KFC. Wir wollten eigentlich noch das Naturreservat nördlich von Swakopmund machen (bei einem Salzwerk), doch von den beschriebenen Vögel haben wir nicht viel gesehen, geschweige denn  den privaten Park und außerdem kennt den keiner hier. Übernachten tun wir fast mitten in der Stadt, die eigentlich ganz friedlich wirkt und auf den ersten Anschein kaum Kriminalität hat, aber der Reiseführer sagt es anders. Gleich neben unseren Campingplatz ist eine Bar in die wir jetzt gehen werden und morgen gibt’s sicher ein gutes Frühstück in einer deutschen Bäckerei und dann gehen wir zur Touristeninformation um Lüderitz zu buchen und Sandwhich Habour, Rundflug werden wir noch checken.

 

Montag 08. September 2008

 

Heute war eine sehr kalte Nacht, gestern wars zwar ärger aber heute wars auch kalt genug. Geschlafen habe ich mit Leiberl, Pullover und Jacke, Susanne hatte noch mehr an. Wir sind heute um 7 Uhr aufgestanden und ein Hund vom Nachbarn am Campingplatz (war auch der einzige andere am Campingplatz) empfing uns bellend. Wir sind dann frühstücken zur Bäckerei von gestern, auf ein Weckerl und eine Schnecke. Ich habe mich kurz mit den Inhabern unterhalten, welche Deutsche waren, die meinten derzeit ist ein eher schlechtes Wetter hier. Es kommt von Kapstadt hinauf. Im Sommer ist es hier schöner. In Swakopmund regnet es generell wenig, die Feuchtigkeit beziehen sie durch den ständigen Nebel hier. Ja die Kälte spüren wir hier täglich in der Nacht, aber auch am Tag kann ich den Pullover nicht ausziehen. Wir sind dann zum Information Center, welches gestern zu gehabt hatte und haben die Tour nach Sandwich Habour für morgen klar gemacht. Bei der Lüderitz Tour in die Geisterstädte, die man eine Woche vorher anmelden muss, müssen wir noch eine halbe Stunde warten, da die Coastaways Tours, welche die Dame angerufen hat unser E-Mail vor 3 Wochen mit unseren Passdaten nicht finden kann. Wir sind dann Tanken gefahren und haben den Reifendruck wieder auf 2 bar erhöht (wir hatten seit dem Norden 1,8 bar mit der Handpumpe) und sind auch zum Spar einkaufen gegangen. Zurück beim Information Center konnten wir die Bestätigung unserer Tour zum Bogenfels und zur Pomona Geisterstadt in Empfang nehmen. Aber unsere Passdaten sind nicht auffindbar bei Coastaways Tours, sie wurden aber jetzt gefaxt, wir sollten nur am Freitag falls es sich ausgeht dort vorbeischauen. Die Tour findet jetzt nicht wie gewünscht am Sonntag nächste Woche Stadt, sondern bereits am Samstag, Susanne ist traurig weil sie da einkaufen gehen wollte und sonntags zu ist, aber es wird sich schon eine Möglichkeit ergeben. Wir haben dann noch Karten geschrieben und dort auch gleich aufgegeben. Die Dame erzählte uns auch von einem Wrack 15km südlich von Hentiess Baai, dass eine zeitlang irgendwo (südlich von Swakopmund?) lag und sie es nach Indien verschleppen wollten, weil dort die Entsorgung billiger ist, aber es ist schief gegangen und jetzt liegt es dort. Und dann hat sie uns noch von einem Schiffskutter kurz nach Swakopmund (2km südlich) erzählt. Das erst Wrack war sehr beeindruckend. Leider nieselt es durch den Nebel. Wir sind dann nach Süden und nach Swakopmund winkte ein Polizist. Da ich sehr ordnungsbewusst war, blieb ich stehen und lief zurück, denn er hätte uns vorbei fahren lassen, das war ein Fehler. Er hat sich beschwert, dass mir das Nummernschild vorne fehlt und wollte gleich eine Strafe kassieren. Ich erzählte im eine Geschichte, dass uns ein Polizist gesagt hatte, dass das kein Problem ist den wir haben hinten noch eins und was soll ich den tun es ist ein Mietauto und ….. Er hatte Nachsicht und meinte wir sollen das Hintere nach Vorne tun und dann sind wir zum Schiffskutterwrack gefahren. Das hat mir auch sehr gut gefallen. Weiter gings zur Düne 7, wo die Leute mit Snowboards runter brausen. Ziemlich hoch das Ding. Ich bin ja schon in Neuseeland, Brasilien und in Australien runter gefahren. Mir wäre heute der Weg darauf zu anstrengend, da wir nicht gut geschlafen hatten heute und außerdem ist es nicht gerade warm. Aber die Sonne kommt immer wieder durch und es wir halbwegs erträglich. Sind dann nach Walvis Bay und zur vorgelagerten Lagune. Wir haben dann Falmingos gesehen, die aber leider ein bißl weit weg waren. Dann noch zum Salzabbauwerk und ein bißl an der Lagune entlang gefahren. Die Tour über den Sand zum Pelikan Point haben wir uns dann geschenkt, da Susanne auf Grund des Nordenvorfalls nichts riskieren wollte. Gut dann gehen wir einkaufen, nur leider (Susanne war ganz traurig) gibt’s hier nicht allzu viel einzukaufen, zumindest kein Shopping Center. So sind wir dann ein bißl herumgefahren und dann auch ausgestiegen und haben uns beim Wimpy den Magen voll geschlagen. Auffallend hier ist, dass es wieder wie in Südafrika Leute gibt die auf das Auto gegen ein kleines Entgelt aufpassen, irgendwie ganz sinnvoll bevor sie nix machen. Wir haben dann versucht den Campingplatz in Walvis Bay zu finden und selbst in der Gegend (Nachbarn) wo er sein sollte kennt den niemand. Also sind wir wieder Richtung Swakopmund denn 15 km vor Walvis Bay gibt es einen, auf den wir als einzige Gäste uns momentan befinden. Es ist saukalt und wir sitzen seit einer Stunde im Auto und gehen dann schlafen. Wir haben heute auch einen Sonnenuntergang am Meer gesehen. Das ist der erste Tag seit 2 Wochen das man die Sonne sieht erzählten uns ein paar Aufpasser denen es auch kalt war und sie erzählten das es im Sommer hier warm ist und das viele Leute hier sind und das es kaum regnet. Sodale wir werden jetzt dann schlafen gehen um für die morgige Tour fit zu sein.

 

Dienstag 09. September 2008

 

Heute sind wir erst um ½ 8 aufgestanden, auf unseren einsamen Campingplatz. Es war saukalt heute Nacht, mir war trotz des vielen Gewandes eiskalt. Heute ist endlich wieder Sonne in der Früh und wir haben schon am morgen die ersten Bilder geschossen. Wir sind dann weiter in die Stadt Walvis Bay und haben uns beim Wimpy ein Frühstück gegönnt. Ich war nachher so was von voll! Dann gings noch zum Tanken und dann ab zu Mola Mola unserem Veranstalter für die heutige Tour zum Sandwich Habour. Es war echt sehr nett, wir sind zuerst zu den Flamingos von gestern gefahren und dann vorbei am Salzwerk und dann ab zum Strand und teilweise über Dünen gefahren. Der Fahrer hatte 1,2 bar in den Reifen und fuhr alles fast auf Vollgas und manchmal gab er das Differential raus. Und so ging es bergauf und bergab in die Düne, erstklassig. Man kommt sich wirklich vor wie in der Sahara (es ist ja auch eine kleine Wüste hier). In unserem Wagen eine Russin, die aber nicht viel sagt, außer das sie aus Livingston kommt (Zimbawe glaube ich). Die Dünen werden immer senkrecht nach unten gefahren und die Räder bremsen durch den Sand von selbst, aber nicht schräg fahren, denn das kann gefährlich werden, haben wir zumindest im Kurs gelernt. Zu Mittag hat es dann eine Rast gegeben, bei der die Fahrer, es ist nun ein zweites Auto dazugekommen, Austern und sonstige Leckereien auftischte und es gab auch Sekt. Wir haben dann ein Pärchen kennengelernt die auf Hochzeitsreise sind, wobei beide in Japan leben, sie aber Französin und er Neuseeländer sind. Das andere Pärchen waren auch Franzosen, wobei er hier in Namibia wohnt und arbeitet. Das Pärchen von der Hochzeitsreise hat unser Missgeschick schon gehört, es hatte sich herumgesprochen, denn sie haben im Damraland die Schweizer kennengelernt und die haben das erzählt. Also wir sind schon sehr bekannt hier J Wir sind dann leider nicht ganz zur Lagune am Sandwich Habour gekommen, weil die Wellen zu stark waren um dort hinzufahren, also sind wir ein paar Dünen hochgekrackselt und haben von dort hinein geschaut. Bemerkenswert ist, dass dieser Landstreifen der heute direkt mit der Düne ins mehr schließt, vor ca. 20 Jahren noch 7 km (oder waren es 1, weiß nicht mehr so genau) Land davor hatte. Wir sind dann wieder über mehrere Dünen zurück und zum Abschluss hat uns der Fahrer noch mit dem Hinterteil des Autos zuerst die Düne hinunter gefahren. Zurück war unser Auto gewaschen, weil es schon seit Tagen durch die Nebelfeuchtigkeit und dem Sandfahren ganz dreckig war. Der Autoaufpasser hat dies erledigt und bekam dann auch 10N$ obwohl wir es ihm nicht mal angeschafft haben. Nachher sind wir noch zu einem Campingausstatter, da Susannes Matte fürs Schlafen ein bißl Luft verliert. Sie hat sich eine dicke Unterlagsmatte gekauft. Weiter gings dann Richtung Sesriem, wo auf einemal ein richtiger Sandsturm war. Vorbei am Vogelberg gings dann zum Kuiseb Canyon. Wir sind kurz vor Sonnenuntergang noch in ein Gebiet eingefahren, wo ein Permit gebraucht wird, aber wo man einen schönen Ausblick auf den Canyon hat (8 km vor Campingplatz Kuiseb Bridge), aber eben ohne Permit. Dann ging die Suche nach dem Campingplatz los. Auf der Karte waren ja eine Menge eingezeichnet, die stellten sich aber alle als natürliche Plätze heraus. Mit GPS versuchten wir weiter zu fahren, bis wir dann aufgaben, weil es außer einem Flussbett, zu dem man schwer zu kam sonst nichts gab. Wir stellten uns am Straßenrand und mussten notgedrugen heute wieder im Auto schlafen. Mich geht das jetzt schon ein bißl an aber was soll man machen. Wir haben Bohnen mit Wüstel gekocht als Susanne irgendeinen Schatten im Gebüsch sah der sich bewegt, schnell ins Auto und dann hat sich auf einmal nichts mehr bewegt, wir werden morgen sehen ob es ein Tier war oder ein Gebüsch. Genau auf unserer Höhe fuhren auf einmal zwei Autos aneinander vorbei, An sich ja nichts ungewöhnliches aber in Anbetracht das hier so gut wie kein Auto vorbei fährt doch ein Zufall. Sodale ich werde jetzt dann auch schlafen gehen. Ach ja was ich noch sagen wollte, der Kuiseb Canyon bzw. der Pass ist wunderschön, nur leider war es schon zu dunkel um zu fotografieren.

 

Mittwoch 10. September 2008

 

Nach dem wir so halbwegs im Auto geschlafen haben gings um kurz vor 6 Uhr auf, denn ich wollte nicht unbedingt hier in der Auslage stehen von den vorbeifahrenden Autos. Das Tier das Susanne gestern gesehen hat war doch ein Baum J Wir sind dann noch mal zurück zum Kuiseb Pass um in heute im Sonnenlicht anzuschauen. Susanne ist nicht so gut drauf da sie schlecht geschlafen hat. Wir sind dann weiter nach Sossusvlei. Dort sind wir gleich zum Office um wegen des Campings zu fragen laut Internetanfrage war dieser Platz ja bereits ausgebucht. Sie hatten doch noch Platz aber nicht direkt am Campingplatz sondern gegenüber der Tankstelle. Die Toiletten und das Bad weit entfernt und das für 600N$ (60Euro), etwas heftig, wobei im Bad die Steckdose nicht ging, damit kein überspielen der Fotos möglich, da Batterie des Laptops leer und kein Tagebuch und die Duschen gehen auch über. Wir haben dann noch einen Kaffee getrunken und ein getoastetes Sandwich gegessen. Danach haben wir den Sesriem Canyon aufgesucht, sehr interessante Schlucht aber viele Leute. Es kommen unheimlich viele Touristenbusse hier her. Wir sind dann weiter in den Canyon reingewandert dann wurde es besser. Danach haben wir uns auf den Weg zu den Dünen gemacht (Permit 150N$). Wir passieren die ersten auf der rechten Seite und nach 45 km erreichen wir die Düne 45. Die 60km/h Beschränkung ist ein Witz es hält sich kaum wer daran, vor allem wenn man denkt, dass der Weg zu den Dünen 60km sind. Alles strömt hier auf die Düne rauf. Wir lernten ein holländisches Paar kennen, dass meinte vor einer halben Stunde war noch keiner da, so ein Pech. Wir schenkten uns den Aufstieg und verschoben in auf später. Weiter gings über 4km Sandstrecke im Offroad (uih ist das lustig, Vollgas) zum Dead Vlei mit toten Bäumen und Sossusvlei. Beim Dead Vlei drehte Susanne nach einem ¼ Weg um (Gesamt 1km). Ich konnte es mir nicht entgehen lassen. Dann sind wir gemeinsam zum Sossusvlei, wo die Düne gleich beim Parkplatz beginnt und sind diese dann rauf gestiegen. Über die steile Kante sind wir dann runtergelaufen, Traumhafter Ausblick. Wir trafen wieder die Holländer von vorher und sind dann weiter zum Hidden Vlei. 4 km Wanderung, es war schon 17:15 Uhr und hoffentlich geht es sich aus. Nach langen Kräfte zerrenden Weg im Sand uns bergauf erreichten wir den Hidden Vlei um ¾ 6 Uhr. Um 6 Uhr verließen oder viel mehr ich, weil Susanne schon früher zurück ging, den Schauplatz (Düne mit weißen Vordergrund, einem ausgetrockneten See). Wir mussten ja um 19:45 Uhr den Park verlassen, weil die Tore zu machen und es sind noch 60km zurück zu fahren. Um kurz nach ½ 7 erreichte ich dann das Auto wo Susanne schon wartete. Es ist sehr beeindruckend hier. Den Sonnenuntergang ließen wir dann aus, sodass wir um kurz vor ½ 8 das Camp erreichten. Es gab noch Bohnensuppe und dann gings ab ins Zelt unterm Baum.

 

Donnerstag 11. September 2008

 

Heute war eine sehr stürmische Nacht. Wir haben ganz schlecht geschlafen. Jeden Moment habe ich geglaubt wir heben mit dem Zelt ab. Um ½ 6 Uhr läutet der Wecker. Es geht ja heute zum Sonnenaufgang zu den Dünen von Sossusvlei. Die ersten Wagen Rollen schon an, obwohl erst um 6 Ur Einlass ist. Wir bauen sicherheitshalber das Zelt mal ab, da der Wind unberechenbar ist. Um 6 Uhr sind wir dann auch am Gate, vor uns noch sicher 7 Autos und hinter uns auch einige. Die Parkwärter lassen sich Zeit sie machen erst um 6:15 Uhr auf, obwohl die Dame gestern 6 Uhr behauptete. Alle Düsen darauf los und das Überholen geht an. Na gut so mit mir nicht und ich fange auch an zu Überholen. Im Park herrscht 60km, aber keiner hält sich daran ich fahre 110km/h und werde auch noch überholt. Kurz vorm Sonnenaufgang erreichen wir die Düne 45, als ungefähr fünfter Wagen, davon einer ein Bus. Die sind alle schon am Weg bergauf, da spielt es sich ab. Auch hier geht der Wind ziemlich stark und es ist fast ein Sandsturm. Wurscht wir lassen uns nicht abbringen und wandern auch rauf, die Kamera in mein Staubpacket eingewickelt, was ich mir vor dem Urlaub gekauft hatte und ab gings. Der Sonneaufgang war super. Wir sind dann die Düne über die steile Seite hinabgelaufen. Weiter sind wir dann noch nach Sossusvlei gefahren, zuviel Leute und das Licht gefällt mir heute gar nicht, also sind wir wieder umgekehrt und was sehen wir da, es steckt ein 2WD im eigentlich nur für 4WD Bereich zu befahrbaren Sandstraße und diese ist wirklich schwer zu befahren selbst mit 4WD, nur mit Vollgas. Selbst Schuld. Wir haben dann noch ein Springbock gesehen und sind dann auf einen Kaffee zur Bakery beim Campingplatz. Dann gings weiter zum Le Mirage einer Festung, die heute ein Hotel ist und dann über den Nambib Rand Nature Reserev nach Lüderitz. Mit den Dünenfahrten haben wir heute 600km zurück gelegt, aber die Distanzen sind hier ein Wahnsinn. In Lüderitz angekommen, wieder eine eher kleine Stadt sind wir sofort zum Campingplatz Shark Bay. Es ist ziemlich der Sturm gegangen. Es war uns unmöglich unser Zelt irgendwie sicher aufzustellen, es windete sich in alle Richtungen bis wir dann aufgaben und den Officer das Geld wieder zurück abgeluchst haben. Jetzt sind wir bei Lüderitz Backpacker für drei Tage einquartiert in einem Doppelzimmer für 200N$ die Nacht, also geht doch auch. Wir sind dann zum Bogenfelsrestaurant gegangen und haben grandiös gegessen. Wir haben noch einen Südafrikaner kennengelernt der auch hier mit Backpackers ist, der Zwecks Steuern hier Urlaub macht, denn er arbeitet in Kasachstan und muss immer her damit er dem Staat (Südafrika) keine Steuern zahlen muss. Sodale es ist nach ½ 11 und ich werde dann schlafen gehen.

 

Freitag  12. September 2008

 

Heute haben wir uns mal ausgeschlafen, endlich wieder mal in einem Bett. Wir sind um ½ 8 aufgestanden und der Wind hat nachgelassen, es ist ein traumhafter Tag. Nach dem Anziehen sind wir zu Coastways Tours gefahren, um die Tour für morgen zu der Ponmona Geisterstadt zu bestätigen und zu bezahlen, vor allem brauchten sie noch unsere Passkopien. Dann sind wir zu Lüderitz Safari um die Tour zu den Pinguinen am Sonntag mit der Sedina und am Montag das Permit für Fotos beim Sonnenaufgang in Kollmanskop zu buchen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, so wie heute. Wir sind dann auf ein gutes Frühstück mit Ei, Steak, usw., der Magen war komplett voll. Dann sind wir in Lüderitz herum gelaufen und haben sich die Gebäude und für Susanne die Geschäfte angeschaut. Zu Mittag haben wir dann beschlossen zur Lüderitz Halbinsel zu fahren. Zuerst zur Second Bay, dann nach Griffith Bay, wo Susanne wieder ein ganzes Sackerl Muscheln sammelte. Susanne kann nicht genug davon bekommen, das ist den ganzen Tag weiter gegangen, bin schon neugierig wo sie beim Heimfliegen alles verstauen will. Weiter gings dann nach ein bißl relaxen zur Sturmvogelbucht mit einer ehemaligen norwegischen Walfangstation (Susanne sammelte weiter) und dann gings zum Diaz Point. Leider waren die Robben dort ein bisschen weit am vor gelagerten Felsen bzw. Insel. Bei der Halifax Island konnten wir die Brillenpinguinen nicht sehen, es war doch zu weit weg, aber am Sonntag bei der Bootstour hoffentlich sehen wir sie dann. . Weiter gings dann zum Fjord und zur Eberlanzhöhle, die aber beide nicht besonders waren. Bei der Höhle ist eine kurze Wanderung mit Kletterpassagen angesagt. Zum Abschluss gings zum kleinen Bogenfelsen (der auch nicht wirklich eine Reise wert ist) und dann zur großen Bucht, wo manchmal Flamingos anzutreffen sind (von denen wir aber nix gesehen haben). Wir treffen dort auch einen Einheimischen, deutscher Abstammung der mit seinem Sohn Surfen gehen wollte und der erzählte von einem See bei Agate Beach. Also wir dachten, dass geht sich noch aus und brachen gegen 18 Uhr zum Sonnenaufgang auf. Die Flamingos waren ein bisserl weit weg (Diamantensperrgebiet, hier muss man generell aufpassen um die Grenzen nicht zu übertreten, sonst landet man noch hinter Gittern) Am Agate Beach haben wir dann den Sonnenuntergang angeschaut. Heute haben wir im Backpacker diniert und mit dem Südafrikaner geplaudert. Der bestätigte alles Gehörtes von Südafrika, die meisten Schwarzen sind faul und glauben fürs Nichtstun Geld zu bekommen, sie liegen lieber in der Sonne als zu arbeiten, na wer nicht. Er meinte, dass es seit Jahren bergab geht. Die Leute die geschult sind verlassen das Land ins Ausland und sonst herrscht Korruption und zustände wie in Simbabwe, dass Leuten alles Mögliche versprochen wird nur damit sie von Ihnen gewählt werden (ANZ). Manchmal auch unter Druck sonst werden Häuser nieder gebrannt usw. Er erzählte auch über die Korruption in den anderen afrikanischen Ländern, dass Leichen auf die Straße gelegt werden nur um die ankommenden Autofahrer um Lösegeld zu bekommen (Anfahren) und die Polizei casht mit ab. Er arbeitet für eine Firma, da zahlt die Firma. Ach ja was ich vorher vergessen habe zu schreiben, bei Lüderitz Safari haben wir wegen einen Rundflug nachgefragt, ob die Möglichkeit besteht erfahren wir noch wenn es stattfindet, na wir werden sehen, aber ich glaube die Eduard Bolen hätten wir uns bereits beim Rundflug in Sossusvlei anschauen sollen (das ist nämlich das Schiffswrack, das direkt im Sand liegt). Soadale es ist 23 Uhr und es geht ab in die Heia.

 

 

Samstag 13. September 2008

 

Jetzt ist es mittlerweile Montagabend und ich muss mein Tagebuch von drei Tagen nachholen. Durch das ganze relaxen ist keine Zeit geblieben. Samstags sind wir ca, um ½ 8 Uhr aufgestanden. Heute war die Tour nach Pomona und zum Bogenfelsen, in das Diamantensperrgebiet. Zuvor haben wir nach einem Frühstück gesucht und da die bevorzugten Cafes noch zu hatten gingen wir zum wieder Hafen ins Rizzis, wie am Vortag essen. Nur diesmal habe ich mir nicht das volle Frühstück gegeben sondern nur eine „Light“ Variante. Es ist sic dann alles ausgegangen, sodass wir obwohl zu Fuß unterwegs waren um kurz vor 9 Uhr wieder im Backpackers waren. Pünktlich um 9 Uhr kam dann Coastways Tours und holte uns mit einem 4WD Van ab. Der Fahrer sprach gut deutsch und mit uns mit waren zwei Südafrikaner, die in Pretoria leben. Sie erzählten auch von der Kriminalität, dass aber die Regierung derzeit versucht was dagegen zu tun, mit mehr Polizisten und dass es auch einen Verein gibt der Antikorruptionspolizisten bereitstellt. Der Dame wurde selbst schon einmal eine Pistole am Kopf gehalten, wie sie ihre Mutter besuchen fuhr, aber sie hatte Glück er raubte sie „nur“ aus, aber wie aus den Erzählungen von gestern ist dass fast ein Wunder, denn die Räuber schießen immer gleich. Das Sperrgebiet soll demnächst teilweise für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden, da kaum mehr Diamanten dort zu finden sind, außer an der Küste. Das Diamantengebiet in Namibia ist eigentlich nur von Südafrika bzw. Botswana angeschwemmt worden. Deswegen befanden sich die meisten Diamanten an der Erdoberfläche, wo sie vor ca. 100 Jahren mühevoll von Schwarzen eingesammelt wurden. Entdeckt wurde es auch von einem schwarzen Mitarbeiter der Bahngesellschaft die die Schienen vom Sand befreiten und dieser hat einen Klunker entdeckt und seinem damaligen Chef gezeigt, der wie immer dann als reicher Mensch das Gebiet erschlossen hat und Diamanten gefördert hat. Der Schwarze starb bettelarm. Wir sind dann über einen Schranken in das Sperrgebiet, zuerst gings an eine ehemalige Wasserstation Grillental und dann über eine Düne wo der Van kurz aufsaß (Bodenfreiheit wäre hier schon ganz gut) in Richtung Pomona. Es gab dann einen kurzen Stopp bei der Mine und dann selbst in die Stadt. Die Häuser sind bis auf zwei fast original und verwittert. In den Häusern ist teilweise Sand bis auf die Decke. Es geht ziemlich stark der Wind, aber die Stimmung ist hier ein Wahnsinn. Außerdem sind wir ganz alleine. Zu Mittag gabs dann Schnitzel in einer Hütte und weiter gings zum Märchental, wo das erste Lager der Diamantengräber war. Sie lebten bzw. Schliefen in einem Beton der nicht höher als einen halben Meter war aber in der Länge so wie ein Schlafsack war und das in Reih und Glied. Weiter gings zum Bogenfels, der eine Naturfaszination ist. Riesig groß ragt er ins mehr. Leider können wir nicht rauf steigen, da es auf Grund von Sprengungen derzeit nicht gestatten ist. Dann gabs Cafe und über die Bogenfelssiedlung ging es dann wieder zurück. Am Schranken zum Sperrgebiet hatten sie zwar kurz Probleme mit dem Schlüssel aber sonst ist alles gut verlaufen. Unser Fahrer hat uns dann noch für den Abend den Yachtclub und das Rumours empfohlen. Er geht demnächst nach nördlich von Manschester um ein Jahr dort in einem Hotel zu arbeiten. Um kurz vor 6 Uhr waren wir dann wieder zurück. Wir sind dann zum Hafen und haben uns im Yachtclub ein Bier gekauft, leider blieb es aber nicht bei einem. Paul der Kellner hat uns dann auf Jägermeister eingeladen und wir tranken weiter Bier. Als er dann die Bar zusperrte führte er uns noch im Auto zu einer anderen Party im Turnsaal. Zuvor mussten wir mit seinem Auto mit, er meinte es ist besser so zu gefährlich und wir hatten die ganze Kassa am Schoß, die aber bei seinem Chef abgeliefert wurde. Auf der Party trafen wir dann die anderen vom Lokal wieder, sodass dann auch der Vodka floss und ich ein bißl betrunken um ½ 12 nach Hause lief. Susanne natürlich dabei. 

 

Sonntag 14. September 2008

 

Am heutigen morgen ist es uns (siehe Vortag) nicht besonders gut gegangen. Vor allem sind wir schon wieder um 6:30 Uhr aus den Federn, da wir ja heute die Sedina Tour zur Halifax Insel hatten. Um ¾ 8 haben wir unser Auto am Parkplatz im Hafen abgestellt und sind am Boot eingecheckt, dass dann pünktlich um 8 Uhr den Hafen verließ. Mit an Bord 4 Belgier die eine ähnliche Tour machen wie wir nur in umgekehrter Reihenfolge (außer die harten Sachen, Van Zyle usw.). Sie hatten ein Budget Fahrzeug mit dem sie bei der Übernahme einiges an Problemen hatten. Ich glaube sie hatten drei Fahrzeuge. Bei einem war technisch was, bei anderen mit den Reifen und beim dritten mit dem Pickerl für die Steuern (war abgelaufen bzw. lief vor ihrer Rückgabe ab). Unser Bootsführer stammt von einer deutschen Familie ab und erzählte uns von den miesen Arbeitsumständen, 70% Arbeitslosenrate, kaum Urlaub zumindest nicht dann wenn sie wollen und 7 Tage Woche manchmal. Wir sind dann mit dem Boot zum Diaz Point mit den Robben. Um unser Boot einige Delphine und dann zur Halifax Insel mit den Pinguinen. Waren super süß aber immer noch zu weit weg. Wir sind dann mit einem komischen Magen (wegen dem Vortag) um 10 Uhr wieder im Hafen eingelaufen und sind in dem Coffeeshop dort gegangen und trafen den DJ von gestern und so einige Andere. Frühstück war ok und dann sind wir wieder heim, um uns wieder hinzulegen. Um ca. 13 Uhr hörte ich dann das neue angekommen sind. Neugierig wie ich bin, bin ich gleich raus. Es waren Christine und Andi aus Österreich, so was hier Österreicher zu treffen ist nicht normal. Beide studieren, Andi Umwelttechnik in Graz und Christine Kunstgeschichte und arabisch in Wien. Wir haben uns so gut mit Ihnen unterhalten, dass wir den Nachmittag mit suchen eines Cafes das offen hat verbrachten und haben dann nach stundenlangem suchen eines gefunden. Sie machen eine ähnliche Tour wie wir und fliegen sogar am selben Tag nach Frankfurt, aber sie fahren dann nach Salzburg, da Andi Salzburger ist. Sie sind beide erst ein halbes Jahr zusammen und haben bereits nach zwei Monaten die Reise gebucht. Sie sind auch schon etwas in der Welt herumgekommen. Wir sind dann mit Ihnen essen gegangen und hatten wieder mal ein paar Bier und  es wurde leider wieder ½ 12 Uhr, aber es war unheimlich lustig.

 

Montag 15. September 2008

 

Wir sind heute bereist um ½ 6 Uhr aufgestanden. Dementsprechend ist es uns auch gegangen, saumüde, aber wir hatten das Sunriseticket in Kolmanskop und das mussten wir ausnutzen, außerdem waren heute nur ein paar Wolken und die Chancen waren gut die Geisterstadt im roten Morgenlicht abzulichten. Um kurz nach ½ 7 sind wir dann mit dem Permit dort eingetreten. Das Licht war zwar nicht perfekt, aber OK. Wieder viel Sand in den Gebäuden und „geistlich“. Nur dort waren im Gegensatz zu Pomona schon viele Häuser wieder hergerichtet. Zum Abschluss als dann die Touristenbusse ankamen, sind wir Frühstücken für 120N$ gegangen. Nicht so gut wie in Lüderitz aber Ok. Wir haben uns dann am Weg zum Orange River gemacht. Die Fahrt war sehr zäh auch wegen der Müdigkeit. Beim Orangeriver wurde es dann wieder interessanter. Über enge Berghänge ging es beinahe immer am Fluss entlang. Wir sind dann auch kurz runter zum River. War echt nett die grüne Vegetation im kargen Namibia zu sehen. Weiter gings dann Richtung Ais Ais. Auf den Richersveld NP verzichteten wir, weil wir kein Permit von der Autovermietung für Südafrika hatten (NP ist in Südafrika, also wieder mal nicht gesehen, auch schon 2004 habe ich den gestrichen, Hauptattraktion wären die Affenbrotbäume. IN Richtung Ais Ais, wo ich vor 4 Jahren schon einen Reifenschaden hatte und ich auch noch drüber redete, passierte es. Es zerfetzte den linken hinteren Reifen. Ich habe so was bisher nur am Straßenrand gesehen. Der Reifen ist dermaßen zerrissen, unvorstellbar. Komplett aufgerießen, aber kein Hindernis weit und breit zu sehen. Also gings am Reifen tauschen. Jetzt haben wir endgültig genug von Abenteuer, sehr viel haben wir hier ja schon erlebt, fast schon zu viel. Am Weg nach Ais Ais hielt uns dann auch noch ein Schwarzer auf der sagte die Straße ist gesperrt da sie das Ai Ais Camp gerade umbauen (für ein Jahr). Glück gehabt auch ein Südafrikaner musst umkehren und kannte einen anderen Campingplatz, er fuhr dann parallel ein bisschen mit und verabschiedete sich von uns mit der Wegbeschreibung zum Fish River Canyon Camp bei Hobas. Sie kehren wieder nach Südafrika zurück. Wir checkten genau bei Sonnenuntergang ein und hatten dann auch noch ein gutes Dosenfutter und nun muss ich mich beeilen denn es ist 21:45 Uhr und um 22:00 Uhr drehen die den Strom ab, aber ich muss mich noch Duschen, also bis morgen.

 

Dienstag 16. September 2008

 

Gestern war es leider saukalt um wirklich viel zu schreiben. Über Andi und Christine noch sie haben auch nicht wirklich viel Glück mit Ihrem Auto gehabt, zuerst ist ihnen der Auspuff hinuntergefallen, dann hatten sie auch noch einen Bruch des Stoßdämpfers zu beklagen, aber Ihnen hat das Auto nur 1.400€ für vier Wochen gekostet, aber mit Selbstbehalt und sie haben volle Ausrüstung : Schaufel, Reservesicherungen, Gaskartuschen, Campingsitze usw.

Zu unserem Reifenschaden noch, also noch mal ich habe so was bisher nur auf der Straße liegen gesehen. Wir haben jetzt den zweiten Reservereifen oben der irgendwie nicht exakt die gleiche Felge hat wie die anderen Drei und außerdem ist sie türkis. Das Profil ist auch ein anderes aber der Wagen fährt sich komplett normal. Es fährt halt im Gewissen mit, dass man jetzt nicht noch eine Panne hat. In den nächsten Tagen müssen wir mal am Flughafen fahren und checken, was jetzt mit unserer Rückgabe ist, denn im Vertrag steht Samstag morgen, gebucht haben wir aber bis Abend, aber beim unterschreiben habe ich das einfach überlesen, dann das Kennzeichen und der Reservereifen, bin neugierig was raus kommt.

Sodale jetzt zum heutigen bzw. da es schon Mittwoch ist zum gestrigen Tag

Es war saukalt in der Nacht am Fish River Canyon, ich habe um 6 Uhr den Kopf aus dem Zelt gesteckt und sah nur Wolken, gut noch mal umdrehen. Ca eine viertel Stunde später noch mal, verdammt da sind keine Wolken, also auf und die 10km zum Fish River Canyon gefahren.

Wir sind dann die Hauptaussichtspunkte abgefahren die teilweise noch im Schatten lagen, wir setzten sich immer wieder ins Auto weil es einfach zu kalt war. Die Sonne kam dann doch durch und wir sind dann noch die Straße zu den Nebenpunkten abgefahren. Wir haben dann auch Spanier kennengelernt die ein 10 Monate altes Kind daheim haben und die in Madrid wohnen und jetzt zwei Wochen hier herum fahren. Um 10 Uhr kehrten wir zum Camp zurück, bauten das Zelt ab und gingen zu einem super Frühstück um 95 N$, der Campinglatz war aber teurer kostete uns 195N$, aber laut den Österreichern bezahlten sie für den Eintritt alleine 170N$, also wars ja ganz gut weil den ersparten wir uns. Wir sind dann weiter Richtung Keetmashoop und haben hier Geld abgehoben. Der erste Geldautomat funktionierte nicht und beim zweiten ging alles glatt. Weiter gings zur Gariganus Farm mit dem Köcherbaumwald. Beim Office erklärten sie uns um 5 Uhr gibt es Chettah Fütterung.  Na gut dann bleiben wir gleich am Campingplatz da, 250N$ mit Eintritt auch zum Giants Playground.Wir haben das Zelt aufgebaut und sind dann zum Giants Playground, wo die Steine auf einander stehen, schaut aus wie wenn sie auf einander gelegt wurden. Ich habe die Zeit vergessen und bin dor tauch zu den Köcherbäumen. Susanne hat mich schon gesucht und dachte mir ist was passiert und war dann sauer. Wir sind dann noch auf einen Cafe am Campground und um 17 Uhr mit der Menschenmasse zur Gepardenfütterung. Wir haben direkt ins Gehege dürfen. Seltsames Gefühl, obwohl sie zahm sind, aber meiner Meinung nach gibt es keine zahme Raubtiere, sie sind immer gefährlich. Ein paar Deutsche haben dann gemeint, siehe dir den Profi an mit dem Gerät dass ist ein Profigerät und Canon ist das beste. Die haben keine Ahnung, ich glaube die haben mich sogar fotografiert. Wir sind dann nach zwei Fütterungen noch in den Köcherbaumwald und haben dort Andi und Christine getroffen, angeblich sind wir sogar an ihnen heute schon vorbei gefahren. Wir haben dann noch einen gemütlichen Abend mit einem Bier und Chips verbracht. Die Sternenfotos habe ich heute wieder probier, aber mit der hohen ISO Rauschreduzierung schafft er es einfach nicht nachher das Foto zu speichern. Also für das ist die analoge Kamera unersetzbar. Entweder zu hohes Rauschen oder ich kann es nicht abspeichern. Nun ist auch die eine Festplatte am PC voll und ich muss für die letzten Tage mit den Fotos herhalten. Ich habe schon weit mehr als 3000 Fotos verschossen.

 

Mittwoch 17. September 2008

 

Heute sind wir um ½ 7 Uhr aufgestanden. Ich bin zum Sonnenaufgang in den Köcherbaumwald. Es war die Nacht wieder saukalt und der Wind blies fast das Zelt weg. Susanne blieb ein wenig länger liegen. Susanne hat dann Ihre schönen Muscheln gewaschen, eine ganze Dose und wir haben die Dusche von gestern nachgeholt. Mit Andi und Christine sind wir dann noch im Camp frühstücken gegangen und haben uns dann gegen 10 Uhr auf den Weg Richtung Brukkaros Vulkan aufgemacht. Das letzte Stück war wieder mal sehr zach. Wir haben noch mal den 4WD gebraucht. Steine lagen im Weg und die Straße ist weggebrochen, ein kleiner Van Zyle Paß aber bergauf. Wir haben dann am letzten Stück das Auto stehen gelassen und sind weiter gewandert. Für die Österreicher war das eigentlich die erste richtige 4WD Strecke im Urlaub, obwohl sie ein 4WD mit Zelt hatten. Die Wanderung zum Krater war sehr nett, obwohl es eigentlich kein richtiger Vulkan ist sondern eine Ringintrusion (ringförmiges eindringen von Gestein vulkanischen Ursprungs in die Erdkruste).  Oben am „Vulkankrater“ haben wir ein paar Deutsche getroffen, die noch weiter gegangen sind. Dort war angeblich eine alte deutsche Siedlung und auch Bergkristalle, dass haben sie uns aber erst nach dem Abstieg erzählt. Susanne wäre sicher da rauf gegangen, bei ihrem Hang zu Steinen. Wir waren dann so gegen 13 Uhr wieder am Abstellplatz unseres Autos. Zuerst drehten die Deutschen um und dann wir. Bei der schmalen Straße war wieder Einweisung gefragt. Wir sind dann in der Untersetzung unser letztes 4WD Stück dieses Urlaubes gefahren. Weiter gings dann Richtung Mariental über eintönige Landschaft. Im Mariental wurde dann Bier für den Abend eingekauft und Andi ging zur Bank und Tanken.

Ca. 19km nördlich von Mariental liegt der Hardap Stausee zu den wir uns dann in Bewegung setzten und mal 180 für den Eintritt und 175 N$ für das Camping bezahlten. (4Personen). Ein sehr schöner Stausee mit einigen Spiegelungen und total glatter Wasseroberfläche. Susanne und ich haben uns noch den Sonnenuntergang angeschaut und jetzt wird gemeinsam gekocht und dann das Bier vernichtet. Good Night. 

 

Donnerstag 18. September 2008

 

Heute sind wir gemütlich um ½ 8 aufgestanden, haben noch ein schönes Frühstück mit Andi und Christine genossen. Der Staudamm hier war sehr nett. Wir sind dann um 10 Uhr nach Windhoek aufgebrochen. Irgendwie sind die Gefühle schon komisch, denn wir neigen sich dem Ende unserer Reise und Windhoek wird jetzt auch nicht die großartige Überraschung. Wir können jetzt schon sagen es war einfach super. Die Fahrt war eher langweilig und wir sind dann programmgemäß kurz vor Windhoek zum Flughafen abgebogen und Andi und Christine sind dann weiter in die Stadt um die Quartiere im Puccini Haus klar zu machen. Der Weg zum Flughafen waren zusätzliche 40km in eine Richtung. Am Flughafen hat man dann uns mitgeteilt, dass unser Voucher nur bis Samstag früh den Leihwagen zur Verfügung stellt, also habe ich mich geirrt, denn ich dachte das Grazer Reisebüro harte alles so wie immer bis zum Flug gebucht und da normalerweise alles immer mit 7:30 als pm und am gesehen werden kann, dachte ich es ging alles klar. Noch dazu war der Preis ja der Selbe wie ich auf Holiday Car kontrolliert hatte, aber mit den richtigen Zeiten. Den kaputten Reifen müssen wir auch ersetzen, laut Europcar bekommen wir dann das Geld von Holiday Car in Wien. Das Nummernschild müssen wir auch ersetzen und Europcar har uns eine Adresse in Windhoek gegeben. Ja und eine Verlängerung des Mietwagens bis am Abend hätte uns 1500N$ gekostet, ein Wucher. So also hat der Ausflug zum Flughafen nicht den erwarteten Erfolg gebracht. Wir sind dann gleich zur Adresse mit den Nummernschildern. Alles ganz einfach hier in Afrika Du sagst nur irgendeine Nummer was du willst und sie drucken es dir auf ein Autokennzeichen entweder aus Metall oder Plastik. Da wird nicht viel nachgefragt oder geschaut. Also habe ich mir gleich ein zweites genau gleiches wie des Mietwagens als Souvenir mitbestellt. Kostenpunkt 160N$. Wir sind dann gleich zu einem Reifenhändler und haben einen neuen Reifen montieren lassen Kostenpunkt ca. 970N$ also eigentlich ein Wucher. Andi uns Christine haben uns einstweilen eine SMS geschickt, dass sie eine Nacht Camping und eine Nacht Zimmer für uns mitreserviert haben. Als wir dann im Puccini Haus ankamen, war alles anders, denn für Camping haben sie keinen Platz und auch so keine Zimmer mehr. Also wurden wir getrennt und wir haben uns für 240N$ für zwei Tage und zwei Leute eingeschrieben. Ein Backpackers mit lauter so „Easy“ Typen. Wir sind dann noch zu Andi und Christine, die wollten sich dann erst morgen mittags um 12 Uhr wieder treffen. Wir sind dann noch in die Stadt spaziert und haben ein bißl geshoppt und sich Windhoek angeschaut. Zum Abschluss sind wir noch zum KFC. Wir haben zwar noch eine Menge zum Essen, aber was solls. Uns ist dann eine Idee gekommen, da wir ja den Mietwagen um 10 Uhr zurückgeben müssen und der Flieger erst um 20 Uhr fliegt und wir uns die 10 Stunden Wartezeit ersparen möchten, dass wir in der Früh das Auto zurück bringen, dann einen Shuttle in die Stadt nehmen und am Abend wieder mit den Shuttle zurück. Kostenpunkt wäre Solofahrt vom Flughafen 200N$. Fahrt zu viert am Flughafen 120N$ pro Person und wenn wir nur zu zweit fahren 150N$. Andi uns Christine haben sich dazu noch nicht gemeldet. Na wir werden sehen, wir sollten aber Freitagmorgen buchen. Das ganze kommt uns eindeutig billiger als die 150€ von Europcar. Wir sind dann noch auf ein Bier im Backpackers gegangen und dann um 22 Uhr ins Zelt schlafen gegangen.

 

 

Freitag 19. September 2008

 

Heute war die Nacht grauenvoll, ich habe total schlecht geschlafen. Vor ein paar tagen hat ja meine Isomatte Luft verloren, also irgendwo muss da ein Loch sein, also habe ich praktisch ohne Matte geschlafen. Das Kreuz tat weh und ständig ziepte irgendeiner an seinem Zelt herum oder telefonierte sogar. Also war ab 6 Uhr nichts mehr mit schlafen. Wir sind dann um 8:15 Uhr zur Shoppingmal Maerua. Susanne ist gleich in das erste Geschäft und hat glaube ich 8 Sachen probiert, nichts hat besonders gut gepasst. Das war es dann auch, kein Gewandgeschäft wurde mehr aufgesucht. Wir sind dann noch durch die ganze Mall gewandert und haben eigentlich nichts besonders mehr gefunden, daher waren wir eigentlich schon wieder um 10 Uhr fertig und haben uns noch auf einen Cafe gesetzt. Die Kellnerin war aus Simbabwe und wir plauderten über die Zustände in Afrika und Europa. Irgendwie ist es den Afrikanern schwer klar zu machen, dass das Leben in Europa nicht wirklich einfach ist, viel Arbeit wenig Freizeit und auch immer weniger Kinder. Klar die Arbeitslosenrate hier ist 70%, doch teils zumindest meiner Meinung nach selbst verschuldet. Jeder einzelne kann da nichts dafür, aber die obere Spitze das Goverment könnte einiges regeln wenn sie wollte. Wir sind dann wieder zum Backpackers und haben das Auto stehen gelassen und sind in die Stadt zu fuß gegangen. Sofort wurde die Polizeistation aufgesucht um die Strafe von den ersten Stunden des Urlaubes zu zahlen 175N$ (rund 17 €). Auf der Polizei war sehr viel los und ein Polizist meinte wir könnten sie auch im Low Court zahlen, was wir dann auch taten. Mittlerweile war es dann schon gegen 12 Uhr und wir wollten sich mit Andi und Christine treffen. Susanne kaufte noch ein paar Kleinigkeiten ein und wir sind dann mit denen Zwei zum Zoopark, Christuskirche, noch eine Kirche und dann in ein Westafrikanisches Essenslokal gegangen. Wir haben Oryx gegessen, es war ausgezeichnet (alles vom Dumount empfohlen, sonst mache ich das immer über Lonley Planet. Wir trennten uns dann nachher und ich zog alleine los zu den einzelnen Burgen und die Anderen mit Susanne gingen ins Museum. Die Gegend um die Burgen ist eher menschenleer. Die Burgen eigentlich nix besonders aber der Ausblick auf Windhoek sehr schön. Bei der letzten Burg sprach ich einen Sicherheitsoffizier an, ob es Safe ist hier, sie sagten ja. Fast überall hier steht vor einem Geschäft ein Sicherheitsoffizier und oft ist die Tür zusätzlich mit Gitter verschlossen, auch bei uns im Bachpackers. Irgendwie war es schon murmlig, daher habe ich mich nicht lang aufgehalten und ging zum Treffpunkt zum Namibian Craft Center wie vereinbart um ½ 5. Die Anderen waren schon dort, da das Museum nicht groß war und wir tranken noch Cafe. Wir verabschiedeten uns voneinander um 18 Uhr, da Andi und Christine morgen faulenzen wollen und dann auch alleine am Flughafen fahren werden, daher treffen wir uns erst am Flughafen wieder. Wir sind dann noch Wasser einkaufen gegangen und dann zurück zum Backpackers und haben einen Teil unserer restlichen Dosen Essen aufgebraucht, aber wir haben immer noch so viel, wir werden einiges da lassen müssen. Der Wehmut ist groß es war unser letzter richtiger Tag und wir sind alle sehr traurig. Morgen früh werden wir uns vom Auto verabschieden müssen welches ich um 8 Uhr zurückbringe und um 9 Uhr wartet dann der Shuttle auf mich, der mich wieder in die Stadt zurückbringt. Wir haben dann noch zwei Bier getrunken und Susanne ist frühzeitig schlafen gegangen. Ich werde jetzt dann auch heidi machen, denn um 6 Uhr wird morgen Tagwache sein um alle Sachen fertig zusammenzupacken. Also dann bis morgen unserem endgültig letzten Tag oder vielmehr Stunden.

 

 

Samstag 20. September 2008

 

Ich sitze gerade im Flieger nach Frankfurt und der Urlaub ist leider zu Ende. Wir sind beide sehr traurig, weil es uns wirklich gut gefallen hat, aber leider hat auch das Schöne einmal ein Ende. Ich werde mich jetzt zum letzten Tag wenden und Namibia dann im Fazit ausreichend Revue passieren lassen. Wir sind heute um 6 Uhr aufgestanden und haben alle Sachen zusammengepackt. Es war nicht leicht unser Zeug da wieder unterzubringen, aber wir haben es geschafft. Wir sind dann rechtzeitig zum Frühstück fertig geworden, es hat wieder Pancakes und Kaffee gegeben, na ja. Um kurz nach 8 Uhr bin ich dann alleine los zum Flughafen. 30km vor dem Flughafen noch mal Auftanken, eine nähere Tankstelle hat es leider nicht gegeben. Um ¾ 9 erreichte ich dann das Car Rental am Flughafen. Er checkte das Auto alles Ok und stellte mir auch eine Bestätigung für den neuen Reifen aus, den ich dann bei Holiday Car angeblich zurückerstattet bekomme, ich muss es dann in Wien einfordern. Auf anfragen wegen einen Recept für die Mietung wurde ich darauf hingewiesen, dass das alles in Südafrika aufliegt und es hier nicht möglich ist, hoffentlich wird das keine Streiterei im Nachhinein. Na gut es ist mittlerweile kurz nach 9 Uhr und ich Suche mein Airportshuttle, dass mich eigentlich um 9 abholen sollte. Es kam dann ein Typ zur Hilfe und meinte Tenna Express, die sind nicht da. Er telefonierte dann mit dem Typen und der schien irgendwie keine Lust gehabt haben zu kommen und deswegen ist niemand da und vermittelte mir den einen Typen um dem selben Preis von 200N$ (rund 20€). Um ¾ 10 war ich dann in Windhoek. Der Fahrer fuhr schnell wie die Sau und bei unserer 60km/h Zone wo wir am ersten Tag zahlen mussten ist er sicher 100 oder mehr gefahren. Susanne und ich sind dann nach der Rückkehr ins Zentrum gegangen, was ja nur 10 Minuten von unserem Quartier weg war. Es war dann jeder Souvenirshop auf der Independence Avenue angesagt und ich schoss zwischendurch meine letzten Fotos. Ich habe dann auch ein Leibchen mit Winhoek Aufdruck und eine Kerze gekauft. Wir sind dann zum Abschluss noch auf einen Cafe in einem netten Lokal und haben ein Brot gemeinsam gegessen. Nachher waren wir noch CD einkaufen und dann sind wir nur herum gesessen und haben uns die Leute angesehen die vorbei gingen. Um 14:15 sind wir dann Richtung Backpackers aufgebrochen. Bei der Ankunft habe ich gleich mit der Empfangsdame, wo ich die Shuttle Service bestellt habe gesprochen und habe ihr das von der Früh erzählt und ob der am Nachmittag auch dann wirklich kommt. Ich habe im nämlich am Telefon gesagt eine halbe Stunde früher und ob es eh klar geht bestätigte er mir in der Früh. Nach dem Anruf der Empfangsdame stellte sich heraus dass er irgendwie eine bessere Fuhr hat und nicht kommt. Na gut dass wir nachgefragt haben sonst wären wir ohne Shuttle da gestanden und der Kerl hätte nicht mal abgesagt. Wir haben dann unsere letzten Fischdosen gegessen. Ich Hering, Thunfisch und Sardinen. Denn Rest der Dosen haben wir der Haushälterin geschenkt. Alle anderen Dinge die wir nicht mehr brauchen konnten wie das Mehl und den Zucker für die Himbas hatten wir tags davor schon zur freien Entnahme abgestellt. Die Gaskartuschen, wobei eine fast aufgebraucht wurde und eine Volle, die wir nicht gebraucht hatten, hatte ich schon heute früh abgestellt und die hat sich schon einer eingenaht. Es war dann doch ein bißl zuviel Fisch. Pünktlich wie vereinbart kam dann das Ersatzshuttle um ½ 5 Uhr uns abholen und brachte uns für 300N$ zum Flughafen. Am Weg haben wir auch noch eine große Gruppe von Pavianen gesehen. Das Einchecken wie immer eine Drängelei und jeder musste der Erste sein. Wir gingen gleich durch zur Passkontrolle und mussten wieder einen Wisch zum Ausreisen ausfüllen. Wir haben auch mittlerweile wieder Andi und Christine getroffen, die haben auch wieder ein Missgeschick gehabt, die sind auf halben Weg zum Flughafen drauf gekommen, dass sie ihre Figuren vergessen hatten, also mussten sie umdrehen und gleich fast das doppelte mehr zahlen. Nach der Passkontrolle sollte eigentlich ein VAT Refund, also ein Steuerrefundierungstelle sein, wo wir für einige Mitbringsel die Steuer bekommen sollten, zumindest hat uns die in der Stadt wo wir eingekauft hatten gesagt. Die VAT Refund Stelle hat aber seit dem ersten September zu und es werden keine Steuern mehr am Flughafen rückerstattet, obwohl die Dame vom Nebenschalter der Bank nur meinte, dass diese nur für einen Monat zu hatte, der Anschlag sagte aber anderes aus und die wollte uns auch noch raus schicken und dort sollten wir es rückerstatten. Na ja es war ja nicht das erste Mal in Namibia dass uns was versprochen wurde oder das wir wohin geschickt werden was es eigentlich nicht mehr gibt. Wir setzten uns noch in ein Lokal und Susanne und ich gingen noch mal shoppen und ich wurde wieder fündig, einen Teller mit einer Giraffe wo sie raus trinkt, ich fand es witzig, Andi meinte dass hat es in der Stadt auch gegeben, aber wir hatten es nicht gesehen. Um 20 Uhr ist dann der Flieger pünktlich nach Frankfurt abgehoben.

 

Sonntag 21. September 2008

 

Mittlerweile ist es 10:15 Uhr und wir sitzen am Flughafen von Frankfurt und warten auf unseren Flieger der um 11:10 Uhr nach Wien bringt, wo uns hoffentlich Kris erwartet. Meine Eltern habe ich telefonisch in den Urlaub verabschiedet und von Andi und Christine haben wir uns nach unserer Ankunft in Frankfurt pünktlich um 6:00 Uhr früh verabschiedet. Bin schon neugierig, ob sie zu den Vorträgen im November und Jänner kommen. Der Flug war ganz Ok, habe nur schlecht geschlafen. Der Film war super, mit Cameron Diaz (Las Vegas Film) und dann nachher mit McCaugnay (weiß nicht genau wie man den schreibt) ein Film, den wir aber nicht zu Ende sehen konnten. Wir sind in Frankfurt zweimal durch die Sicherheitskontrolle, weil die Raucherecke nicht direkt bei Gate war. Wir wurden unterschiedlich untersucht, einmal Schuhe ausziehen und Leibesvisitation und dann beim zweiten Mal wurde mein Rucksack nach Sprengstoff untersucht. Na ja was solls. Ich werde jetzt schön langsam das Tagebuch für diesen wunderschönen Urlaub beenden, denn in den wenigen Stunden bis nach Wien wird sich nicht mehr viel ereignen. Lang ist es nicht mehr hin zu unserer nächsten Reise aber es ist noch viel vorzubereiten. Am 26. Dezember geht es nach Mexico. Hasta luego.

 

FAZIT

 

Namibia, viele Kilometer und nichts und dann großartige Naturschönheiten, dass ist was meiner Meinung nach Nambia aus macht. Eines der letzten Naturvölker die Himbas zu besuchen ist ein eindrucksvolles Erlebnis, wobei leider auch diese teilweise dem „Dollar“ verfallen sind. Schockierend sind die Arbeitslosen zahlen die bei 70% liegen und die Aidsraten die bei 25% der Bevölkerung liegen.

Namibia besteht aus vielen Sanddünen die die Küste beherrschen, wobei sie an einem Punkt dem Sossuvlei und Umgebung sogar etwas rötlicher wird. Sossusvlei der Touristenmagnet Nummer eins ist für mich zwar schön aber nicht das Highlight von Namibia. Die Tierwelt ist mit dem Etosha Park auch vertreten, einen Ausflug dorthin ist für viele sicher unvergessbar. Obwohl sicher Botswanna und auch Südafrika größere Parks besitzt geht einen hier nichts ab. Die Tiere findet man auch außerhalb des Parks sogar in der Nähe des Flughafens.

Im Norden bestimmt die Einsamkeit die Gegend, es ist durchaus möglich dass man tagelang keinen Menschen sieht, aber das macht es auch gefährlich, nach unseren Erfahrungen würde ich dort hin nur mehr eine Tour mit mindestens zwei Autos machen.

Namibia steht eigentlich auch für Natur, Berge, karge Landschaften, Wüsten und auch eine einzigartige Tierwelt. Für Namibia steht auch die Skeleton Coast, die schon vielen Schiffen nur noch den „Landweg“ übrig lies, dass heißt sie sind am Sand aufgelaufen.

Weiteres Highlight sind die alten Diamantenstädte in Lüderitz, wobei die Touren zu den Verborgenen wie Pomona und Elisabeth Bay mehr sich in die frühere Lage zurückversetzen vermag.
Namibia – North-ambient-maverlous- interessant.-bush- in desert- an exciting nature